General Wiranto wurde am 4. April 1947 in Yogyakarta in Indonesien geboren. Zur Zeit der Vorfälle in Osttimor war er Kommandant der indonesischen Streitkräfte und Verteidigungsminister. Im Februar 2000 wurde er von Präsident Abdurrahman Wahid aus seinen Funktionen entlassen und ist heute im Ruhestand.
Die ihm vorgeworfene strafrechtliche Verantwortlichkeit geht auf die Ereignisse des Jahres 1999 in Osttimor zurück. Um die 1400 Personen wurden in den Monaten vor und den Tagen nach dem von der UNO organisierten Unabhängigkeitsreferendum vom 30. August 1999 getötet. Über 250'000 Menschen wurden zudem mit Zwang umgesiedelt oder sind nach Westtimor oder Indonesien geflüchtet. Viele wurden auch Opfer anderer Menschenrechtsverletzungen, namentlich von Folter und Vergewaltigungen. Diese Verbrechen wurden von Milizen begangen, die von der Armee, der Polizei und den zivilen indonesischen Behörden unterstützt und koordiniert wurden. Damit sollte das Referendum beeinflusst und dessen Umsetzung gestört werden.
Trial Watch möchte daran erinnern, dass jede von nationalen oder internationalen Behörden verfolgte oder angeklagte Person solange als unschuldig zu gelten hat, bis ein rechtskräftiger Schuldspruch vorliegt.
Informationen
Indonesia
04.04.1947Indonesien
01.01.1999
- 25.10.1999
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Folter
Verbrechen gegen die Menschlichkeit
Verstoss gegen das Leben
Angriff auf Leib und Leben
Freiheitsentzug 16.03.2012