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Adémar Ilunga

Kontext : DRK Suchen
Urteilsort : Demokratische Republik Kongo Suchen
Status : Verurteilt
Statusbeschreibung : Am 28. Juni 2007 durch ein Militärgericht in Lubumbashi wegen mehrfachen Mordes an Zivilisten zu lebenslanger Freiheitsstrafe verurteilt; hat gegen das Urteil Berufung eingelegt
Funktion : Oberst in der 62 Brigade der FARDC
FaktenVerfahrenKontext
Oberst Adémar Ilunga, alias Kote Kubaya Kisu Makali, war Kommandeur der 62 Brigade der FARDC ( übliche französische Abkürzung für Streitkräfte der Demokratischen Republik Kongo). Der Name “Kote Kubaya Kisu Makali” bedeutet ungefähr “der in jeder Weise Böse mit dem scharfen Messer“.

Ilunga soll früher Gendarm in Katanga gewesen, und in Angola im Umgang mit Waffen ausgebildet worden sein.

Adémar Ilunga wird vorgeworfen, in den illegalen Handel mit Kupfererz aus den Minen auf dem Gebiet von Pweto verwickelt gewesen zu sein, aber auch in den Fischhandel, sowie den Handel mit Erdnüssen und Mais; für diese Geschäfte soll er Lastwagen der Armee verwendet haben. Davor, also vor dem Oktober 2003, soll er einen Vergeltungsschlag gegen die Zivilbevölkerung von Kampangwe, 200 km von Kilwa, befohlen haben welcher aus Plünderungen, Morden und Erpressungen bestand. Grund dafür war deren angelbliche Komplizenschaft mit den Mayi Mayi Milizen von Gédéon Kyungu's. Ferner, soll er im März 2003 einen Vergeltungsschlag gegen das Dorf Kabanga (80 km von Kilwa entfernt), ageordnet haben, welcher aus der Zwangskonfiszierung der Ernte bestand.

Am 14 Oktober 2004 geriet die Stadt Kilwa, die in der an Mineralien reichen Provinz Katanga liegt, in die Kontrolle der Revolutionsbewegung für die Befreiung Katangas. Am 15 Oktober wurde die Stadt von der 62. Brigade der FARDC, geführt von Oberst Adémar Ilunga, zurückerobert. Während dieser Operation soll die FADRC schwere Menschenrechtsverletzungen und Verstösse gegen das Humanitäre Völkerrecht gegenüber Personen und ihrem Eigentum begangen haben (darunter Plünderungen, standrechtliche Erschießungen, willkürliche Verhaftungen und Inhaftierungen, Erpressung ).

Der Oberst und seine Leute sollen mindestens 25 Zivilisten standrechtlich erschossen haben, ferner in der ganzen Stadt Vergewaltigungen begangen haben, ausserdem Folterungen und den Raub von Beute. In einem im Oktober 2004 verfassten Bericht, der jedoch erst ein Jahr später veröffentlicht wurde, beschreibt die MONUC (United Nations Mission to Congo) wie mehr als einhundert Menschen im Zuge dieser Operation getötet wurden. Gemäss diesem Bericht war das Ziel, eine aufständische Bewegung zu vertreiben, die schlecht organisiert und nur unzureichend bewaffnet war und die die Stadt Kilwa in den frühen Morgenstunden des 14. Oktober 2004 besetzt hatte
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Trial Watch möchte daran erinnern, dass jede von nationalen oder internationalen Behörden verfolgte oder angeklagte Person solange als unschuldig zu gelten hat, bis ein rechtskräftiger Schuldspruch vorliegt.
  Alias :
  Kote Kubaya Kisu Makali
  Letztes mal Gesehen :
  Lumumbashi, Demokratische Republik Kongo
  Zeitspanne der Fakten :
 14.10.2004 - 18.10.2004
  Urteilperiode :
  12.12.2006
  Kategorien :
  Kriegsverbrechen
  Letzte Änderung des Profils :
  01.10.2007
 
icl

 

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