   |  |  |  | Adolfo Scilingo |  | | Urteilsort : | Spanien  | | Status : | Verurteilt | | Statusbeschreibung : | Am 19. April 2005 zu 640 Jahren Haft verurteilt; Strafe am 4. Juli 2007 vom spanischen Obersten Gerichtshof auf 1'084 Jahre erhöht | | Funktion : | Ex-Offizier | |
|  | |  | Während des „schmutzigen Krieges“ unter der Militärdiktatur von Jorge Rafael Videla in den Jahren 1976-1983 verschwanden in Argentinien zwischen 13'000 und 30'000 Menschen.
Eine der Methoden, die Gegner des Regimes für immer zum Verschwinden zu bringen, waren die sog. Todesflüge („vuelos de la muerte“): Die Verschleppten wurden bewusstlos und nackt aus mehreren Tausend Metern Höhe aus Flugzeugen in das offene Meer geworfen.
Scilingo war 1976 und 1977 als Offizier mit der ESMA (Hochschule für Mechanik der argentinischen Armee) verbunden. In dieser Funktion soll er auch an zwei Todesflügen teilgenommen haben, während welchen 30 Personen den Tod fanden.
In Gesprächen mit dem Journalisten Verbitsky, die in dessen Buch „El Vuelo“ (Der Flug) veröffentlicht wurden, hat Scilingo 1995 zugegeben: „Sie waren bewusstlos. Wir zogen sie nackt aus, und als der Flugzeugkommandant den Befehl gab, öffneten wir die Tür und stiessen sie hinaus, nackt, einen nach dem anderen.“
1997 begab sich Scilingo freiwillig nach Spanien, um vor Gericht auszusagen. In der Folge liess ihn der spanische Richter Garzón aber festnehmen. Gegen weitere 97 Argentinier wurden ebenfalls Haftbefehle erlassen.
Inwischen hat Scilingo seine Aussagen widerrufen. |  | mehr... |  | Trial Watch möchte daran erinnern, dass jede von nationalen oder internationalen Behörden verfolgte oder angeklagte Person solange als unschuldig zu gelten hat, bis ein rechtskräftiger Schuldspruch vorliegt. |  |  |  | | Letztes mal Gesehen : | | | Madrid (Spanien) |  | | Urteilperiode : | | | 14.01.2005 - 04.07.2007 |  | | Kategorien : | | | Andere Folter Genozid Verbrechen gegen die Menschlichkeit |  | | Letzte Änderung des Profils : | | | 07.07.2007 |
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