   |  | | Isabel Allende - Vanity Fair Online 02.12.2008 Isabel Allende wurde am 2. Aug. 1942 in Lima/Peru als Tochter eines Diplomaten geboren. Ihre Eltern ... Isabel Allende wurde am 2. Aug. 1942 in Lima/Peru als Tochter eines ... |
|  |
  |  |  |  | Augusto Pinochet Ugarte |  | | Kontext : | Chile  | | Urteilsort : | Chile  | | Status : | Vor Verfahrensende verstorben | | Statusbeschreibung : | Strafverfolgung eingestellt im Zusammenhang mit der "Todeskarawane", dem "Operation Condor" und der Tötung von General Prats; Immunität im Fall "Colombo" und im Fall "Villa Grimaldi" verneint; am 10. Dezember 2006 gestorben | | Funktion : | General, Präsident von Chile | |
|  | |  | Am 11. September 1973 unternahm Augusto Pinochet, Oberbefehlshaber der Streitkräfte seit dem 22. August 1973, mit Unterstützung der USA einen Staatsstreich, welcher die demokratisch gewählte Regierung des Sozialisten Salvatore Allende stürzte. Pinochet ernannte sich selbst zum Präsidenten von Chile und errichtete eine gegenüber politischen Gegnern sehr repressive Militärdiktatur. Sein Regime dauerte nur bis 1990, aber Pinochet blieb bis am 11. März 1998 Oberhaupt der Streitkräfte. Darauf liess er sich zum Senator auf Lebenszeit ernennen, legte dieses Amt aber 2002 aus gesundheitlichen Gründen nieder.
Während der Diktatur kam es zu zahlreichen Fällen von Folter, „Verschwindenlassen“ und summarischen Exekutionen. Die Zivilregierung, welche auf die Diktatur folgte, veröffentlichte am 4. März 1991 einen offiziellen Bericht, welcher für die Amtszeit Pinochets 3'197 Tote und 967 Verschwundene zählte. Die im August 2003 geschaffene Kommission für politische Haft und Folter legte Präsident Lagos am 11. November 2004 einen Bericht vor, aus welchem hervorging, dass unter dem Pinochet-Regime systematisch gefoltert worden war.
In Chile wurden von Angehörigen von Opfern mehr als 200 Klagen eingereicht. Die gerichtliche Untersuchung, hauptsächlich von Richter Juan Guzman Tapia geführt, bezieht sich auf zwei Sachverhaltskomplexe. Einerseits geht es um die Entführung von 75 Oppositionellen, von denen 56 exekutiert wurden und 19 verschwanden. Diese Taten wurden von einer „Karawane des Todes“ genannten Militäreinheit begangen, welche das Land in den Monaten nach dem Staatsstreich durchkämmte. Der zweite Sachverhaltskomplex betrifft die Operation Condor, eine Art Geheimdienstnetz südamerikanischer Diktaturen (Argentinien, Bolivien, Brasilien, Chile, Paraguay und Uruguay), welches die Elimination politischer Gegner im Ausland zum Ziel hatte. Bei der Ausarbeitung dieses Plans spielte der chilenische Geheimdienst (die Dina) unter Manuel Contreras, einem Vertrauten Pinochets, eine wichtige, wenn nicht sogar führende Rolle. Manuel Contreras wurde in Chile gerichtlich verurteilt. Im Rahmen seines Prozesses im Jahre 1997 ist die Frage nach der Verantwortung Pinochets als faktischer Chef der Dina aufgekommen.
In einer weiteren Angelegenheit könnte Pinochet verantwortlich gemacht werden: die Ermordung von Carlos Prats, dem Vorgänger Pinochets im Amt des Oberbefehlshabers. In dieser Angelegenheit ist zur Zeit ein Begehren auf Aufhebung der Immunität des Ex-Diktators hängig.
Nach seiner Verhaftung 1998 in London (siehe Darstellung zu diesem Thema) verbrachte Pinochet mehr als 500 Tage in Haft. Im März 2000 kehrte er nach Chile zurück. |  | mehr... |  | Trial Watch möchte daran erinnern, dass jede von nationalen oder internationalen Behörden verfolgte oder angeklagte Person solange als unschuldig zu gelten hat, bis ein rechtskräftiger Schuldspruch vorliegt. |  |  |  | | Nationalität : | | | Chile |  | | Geburtsdatum : | | | 25.11.1915 |  | | Letztes mal Gesehen : | | | Santiago (Chili) |  | | Zeitspanne der Fakten : | | | 11.09.1973 |  | | Urteilperiode : | | | 05.06.2000 - 11.2004 |  | | Kategorien : | | | Folter |  | | Letzte Änderung des Profils : | | | 07.01.2008 |
|  |
 | |  |
|
|