Denis Sassou Nguesso wurde 1943 im Norden Kongos geboren.
Er war Präsident von 1979 bis 1992 und erlangte 1997 wieder die Macht. Die folgenden Ereignisse geschahen zu seiner Amtszeit.
Aufgrund des Bürgerkrieges in der Republik Kongo flüchteten mehrere hundert Menschen nach Pool, in den tropischen Regenwald südlich von Brazzaville.
Nach Abschluss eines Vertrages zwischen der Republik Kongo, der Demokratischen Republik Kongo und dem UNHCR, der den Flüchtlingen ihre Sicherheit in einem humanitären Korridor garantieren sollte, verschwanden alleine am 5. Mai 1999 im Binnenhafen von Brazzaville etwa fünfzig und am 14. Mai 1999 mehr als zweihundert Personen. Insgesamt verschwanden 353 Personnen. Diese Personen wurden vermutlich von der Garde des Präsidenten Denis Sassou Nguesso entführt und in seinem Palast hingerichtet. Sie werden als die „Verschwundenen von Beach“ bezeichnet.
Im Dezember 2001 erstattete die Nichtregierungsorganisation FIDH in Frankreich gegen Denis Sassou Nguesso auf der Grundlage des Weltrechtsprinzips Strafanzeige wegen Folter, Verschwindenlassen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit.
Trial Watch möchte daran erinnern, dass jede von nationalen oder internationalen Behörden verfolgte oder angeklagte Person solange als unschuldig zu gelten hat, bis ein rechtskräftiger Schuldspruch vorliegt.
Letztes mal Gesehen :
Kongo Brazzaville
Zeitspanne der Fakten :
05.05.1999 - 14.05.1999
Kategorien :
Folter Verbrechen gegen die Menschlichkeit Verschwindenlassen