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  Callixte Kalimanzira
 Bibliography of the Rwandan Genocide
Wikipedia
 Le génocide rwandais: comment il a été préparé
Human Rights Watch, avril 2006
 The Rwandan Genocide - How It Was Prepared
Human Rights Watch, April 2006
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Dominique Ntawukuriryayo

Kontext : Ruanda Suchen
Urteilsort : IStGR (Ruanda) Suchen
Status : Angeklagt
Statusbeschreibung : Haftbefehl am 21. September 2007 durch den Internationalen Strafgerichtshof fuer Ruanda (IStGR) erlassen ; am 16. Oktober 2007 in Frankreich verhaftet ; am 5. Juni 2008 an den IStGR ueberfuehrt
Funktion : Unterpräfekt von Gisagara in der Präfektur Butare
FaktenVerfahren
Dominique Ntawukuriryayo wurde 1942 in Mubuga in der Präfektur Gikongoro im Süden Ruandas geboren. Während dem Völkermord von 1994 hatte er die Funktion des Unterpräfekten von Gisagara in der Präfektur Butare inne.

In der Anklageschrift wird Dominique Ntawukuriryayo insbesondere vorgeworfen am Massaker auf dem Hügel von Kabuye beteiligt gewesen zu sein.

Zwischen dem 21. und dem 25. April 1994 wurden tausende von Tutsis auf dem Hügel von Kybuye versammelt. Dabei handelte es sich vorwiegend um Flüchtlinge, welche sich kurz zuvor am Marktplatz von Gisangara, einer Stadt der Präfektur Butare, eingefunden hatten. Viele unter ihnen wurden daran gehindert, nach Burundi zu fliehen. Die Tutsis wurden in der Folge gezwungen sich auf den Hügel von Kabuye zu begeben, angeblich aus Sicherheitsgründen und weil man ihnen dort Nahrung zur Verfügung stellen würde. In den darauf folgenden Tagen massakrierten Gendarmen, Gemeindepolizisten, Armeeangehörige und sogar bewaffnete Zivilisten die Flüchtlinge. Sie wurden von allen Seiten eingekesselt, so dass jegliches Entkommen unmöglich war. Das Massaker dauerte aufgrund der grossen Anzahl Flüchtlinge mehrere Tage. Es wird davon ausgegangen, dass zwischen dem 21. und dem 25. April 1994 25'000 Menschen auf dem Hügel von Kabuye ums Leben kamen.

Dominique Ntawukuriryayo wird beschuldigt, die Gendarmen und Polizisten angewiesen zu haben, die Tutsis auf dem Hügel zusammenzuführen. Er habe ausserdem Armeeangehörige und Gendaremen von Butare nach Kabuye transportiert und ihnen Munition zur Verfügung gestellt. Am 25. April sollen Ntawukuriryayo, Callixte Kalimanzira (siehe „Verbindungen“) und Bernadette Mukarurangwa sich im Haus von Fidèle Uwizeye getroffen haben. Dabei sei die Tatsache diskutiert worden, dass aufgrund ihrer grossen Zahl, nicht alle Flüchtlinge umgebracht worden seien. Die genannten Personen hätten sich anschliessend auf den Hügel von Kabuye begeben, um das Massaker zu beaufsichtigen.

Dominique Ntawukuriryayo ist zudem angeklagt weitere, im IStGR-Statut vorgesehene Straftaten begangen zu haben:

- Am 20. April 1994 soll er Chrysologue Bimenyimana, den Bürgermeister von Muguanza (Unterpräfektur von Gisangara) , daran gehindert haben, in seine Gemeinde zurück zu kehren, um zu versuchen, die dort stattfindenden Massaker zu stoppen.
- Ein paar Tage nach dem Tod von Präsident Habyarimana am 6. April 1994 wurden verschiedene Strassensperren in der Unterpräfektur Gisagara aufgestellt. Mit diesen Strassensperren wurden die Flüchtlinge daran gehindert, die Region zu verlassen. Sie dienten auch dazu die Tutsis zu identifizieren und anschliessend zu ermorden. Dominique Ntawukuriryayo wird vorgeworfen, die an den Strassenblockaden seiner Unterpräfektur stattfindenden Morde unterstützt zu haben.
- Zwischen dem 6. April und dem 17 Juli 1994 soll Dominique Ntawukuriryayo mehrmals die Bevölkerung öffentlich dazu angereizt zu haben, Völkermord zu begehen. Es wird ihm vorgeworfen, in der Präfektur Butare und insbesondere in der Unterpräfektur Gisagara verschiedene Treffen organisiert und an solchen teilgenommen zu haben. Im Rahmen dieser Treffen habe Dominique Ntawukuriryayo die Bevölkerung und die Behörden aufgerufen sich an den Massakern zu beteiligen.

Dominique Ntawukuriryayo kam 1999 nach Frankreich. Ab 2000 lebte er unbehelligt und mit einem geregelten Aufenthaltsstatus in Carcassonne, im Südwesten Frankreichs. Er gruendeteeine Hilfsorganisation für die Einschulung von ruandischen Kindern und war in der Diözese von Carcassonne für die Migranten zuständig

Im April 2006 erstatteten 32 ruandische Staatsangehörige in Frankreich Anzeige gegen Dominique Ntawukuriryayo.
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Trial Watch möchte daran erinnern, dass jede von nationalen oder internationalen Behörden verfolgte oder angeklagte Person solange als unschuldig zu gelten hat, bis ein rechtskräftiger Schuldspruch vorliegt.
  Letztes mal Gesehen :
  Aruscha, Tansania
  Zeitspanne der Fakten :
 04.1994 - 07.1994
  Kategorien :
  Genozid
  Letzte Änderung des Profils :
  03.07.2008
 
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