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Das Recht im Dienst der Opfer schwerster Verbrechen
  Haradin Bala
  Slobodan Milosevic
  Isak Musliu
 Acte d'accusation modifié
Février 2004
 Amended indictment
February 2004
 Analysis: KLA Arrests May Help Hague Win Over Serbs
Institute for War and Peace Reporting, 21 février 2003
 British troops hunt down former KLA men
Daily Time, 18 février 2003
 International Crisis Group - Kosovo
Nombreux rapports concernant le Kosovo
 Kosovo Albanians demand release of Hague suspect
Reuters, 21 février 2003
 NATO Arrests Key Step for Justice in Kosovo
Human Rights Watch, 23 février 2003
 Under Orders: War Crimes in Kosovo
Rapport d'Human Rights Watch de 2001, concernant des crimes de guerre commis au Kosovo
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Fatmir Limaj

Kontext : Ex-Jugoslawien Suchen
Urteilsort : IStGJ (Jugoslawien) Suchen
Status : Freigesprochen
Statusbeschreibung : Am 30. November 2005 in allen Punkten freigesprochen; Untersuchungen wegen Kriegsverbrechen in Serbien im Gange
Funktion : Kommandant der Ushtria Çlirimtare e Kosovës (UÇK)
FaktenVerfahrenSchwerpunkt
Fatmir Limaj, alias Çeliku, wurde am 4. Februar 1971 in Banja, geboren, das sich zu jener Zeit in der Gemeinde Suva Reka, in der autonomen Provinz Kosovo befand.

Nachdem die Spannungen und die Gewalt in der Region seit Jahren angewachsen waren, entflammte anfang 1998 im Kosovo ein bewaffneter Konflikt zwischen der serbischen Armee und der "Ushtria Çlirimtare e Kosovës" (UÇK), bekannt als Befreiungsarmee für das Kosovo.

Die Opfer der Einschüchterung, Gewalt, Inhaftierung oder Ermordung durch die UÇK waren serbische, aber auch albanische Zivilisten. Auf letztere (auf die sogenannten "Kollaborateure") wurde abgezielt, wenn sie in den Augen der UÇK die Kooperation verweigerten oder ihr zivilen Widerstand leisteten.

Im relevanten Zeitraum (zwischen Mai und August 1998) war Fatmir Limaj Kommandant in der UÇK. In dieser Eigenschaft war er verantwortlich für den Sektor Lapusnik (Llapushnik) und das Gefangenencamp der UÇK im gleichnamigen Ort in der Gemeinde Glogovac (Gllogoc). Insofern könnte Limaj als Vorgesetzter strafrechtlich verantwortlich sein.

Die Anklägerin des Internationalen Strafgerichtshofs für das ehemalige Jugoslawien (IStJ) wirft Fatmir Limaj vor:

- Dass er die Befehlsgewalt und effektive Kontrolle über das Gefangenencamp in Lapusnik (Llapushnik) und über die anderen am Camp beteiligten Personen ausgeübt habe;
- Dass er die Verhaftung von serbischen Zivilisten und mutmasslichen albanischen Kollaborateuren geplant, befohlen und andere dazu angestiftet habe;
- Dass er die Inhaftierung von serbischen Zivilisten und mutmasslichen albanischen Kollaborateuren im Gefangenencamp in Lapusnik (Llapushnik) geplant, befohlen und andere dazu angestiftet habe;
- Dass er Befragungen von serbischen Zivilisten und mutmasslichen albanischen Kollaborateuren im Gefangenencamp in Lapusnik (Llapushnik), an denen er auch selber teilnahm, geplant, befohlen und andere dazu angestiftet habe;
- Dass er geplant, befohlen und angeregt habe, die serbischen Zivilisten und mutmasslichen albanischen Kollaborateure brutaler und unmenschlicher Behandlung, physischer und psychischer Attacken, Folter und Körperverletzungen, an denen er auch selber beteiligt war, zu unterwerfen.
- Dass er geplant, befohlen und angeregt habe, serbische Zivilisten und mutmassliche albanische Kollaborateure im Camp Lapusnik (Llapushnik) umzubringen.
- Dass er die Ermordung von albanischen Zivilisten am oder um den 26. Juli 1998 in den Bergen von Berisa (Berisha) geplant, befohlen und angeregt habe;
- Dass er geplant, befohlen, angeregt und selber dazu beigetragen habe, die Existenz des Gefangenencamps von Lapusnik (Llapushnik) und die dort begangenen Verbrechen zu verschleiern, indem er den Gefangenen unter Androhung der Todesstrafe befahl, über alles, was das Camp anging, zu schweigen.
- Dass er die Verbrechen angeregt, unterstützt und ermutigt habe, die auch in den Anklagen gegen Haradin Bala und Isak Musliu (seine Untergebenen) figurieren, indem er es systematisch unterliess, die Verbrechen gegen serbische Zivilisten und mutmassliche albanische Kollaborateure zu verhindern, sie zu untersuchen, oder die Verantwortlichen zu bestrafen, und indem er durch seine eigene Beteiligung an den Verbrechen ein Beispiel gab.

Alle Handlungen und Unterlassungen, die dem Angeklagten als Verbrechen gegen die Menschlichkeit angelastet werden, fanden im Rahmen eines ausgedehnten oder systematischen Angriffs gegen die serbische Zivilbevölkerung und gegen albanische Zivilisten statt, die in den Augen der UÇK die Zusammenarbeit verweigerten oder ihr zivilen Widerstand leisteten.

Am 18. Februar 2003 wurde Limaj in Slowenien verhaftet. Er wurde am 4. März 2003 an den IStJ überstellt.
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 Nationalität :
 Albania
 Geburtsdatum :
 04.02.1971
  Alias :
  Çeliku
  Zeitspanne der Fakten :
 05.1998 - 08.1998
  Urteilperiode :
  15.11.2004
  Kategorien :
  Kriegsverbrechen
Verbrechen gegen die Menschlichkeit
  Letzte Änderung des Profils :
  11.11.2009
 
Genocide, War Crimes and Crimes Against Humanity: A Topical Digest of the Case Law of the ICTY
Human Rights Watch (2006)
Justice in a Time of War: The True Story Behind the International Criminal Tribunal for the Former Yugoslavia
Pierre Hazan
La Justice face à la guerre: De Nuremberg à La Haye
Pierre Hazan
icl

 

 

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