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Foday Sankoh

Kontext : Sierra Leone Suchen
Urteilsort : Sondergericht Sierra Leone Suchen
Status : Vor Verfahrensende verstorben
Statusbeschreibung : In der Haft verstorben
Funktion : Anführer der RUF und der Allianz RUF/AFRC
FaktenVerfahren
Foday Saybana Sankoh wurde am 17. Oktober 1937 in Masang Mayoso, im Bezirk Tonkolili in Sierra Leone geboren.

Sankoh war Korporal in der Armee von Sierra Leone, sowie Photograph und Kameramann für das Fernsehen. In den 70er Jahren wurde er zum radikalen Studenten. Nach einer kurzen Freiheitsstrafe wegen seiner Studententätigkeit trat er in ein Guerilla-Camp in Lybien ein, das von Mohammar Gadhafi geleitet wurde. Dort traf er auf Charles Taylor, seinen finanziellen Mentor und Allierten im Konflikt in Sierra Leone.

Im Oktober 1998 war Sankoh als Rebellenchef vom Obersten Gericht in Freetown wegen Hochverrats zum Tode verurteilt worden. Er erhielt jedoch in der Folge eine Amnestie auf der Basis des 1999 von Regierung und Rebellen unterzeichneten Friedensabkommens von Lomé, das die Begnadigung und Amnestie für alle Mitglieder der RUF vorsah.

Gemäss der Anklage war Sankoh der Anführer der RUF und einer der wichtigsten Führer der Allianz zwischen RUF und AFCR. Er hatte deshalb die Befehlsmacht, Kontrolle und das Kommando über die Mitglieder der Ruf und der Allianz zwischen RUF und AFRC.

Auch zu Zeiten, da er in Sierra Leone und Nigeria inhaftiert war, oder Einschränkungen seiner Bewegungsfreiheit unterlag, sei er Anführer der RUF und Mitanführer der Allianz geblieben.

Während des relevanten Zeitabschnitts sollen die RUF und die AFRC mit dem Einverständnis oder auf Befehl Sankohs Angriffe auf dem Territorium von Sierra Leone ausgeführt haben. Ziele dieser Attacken waren die Zivilbevölkerung, humanitäre Hilfsprojekte und die UNO-Friedenstruppen. Die Angriffe sollen hauptsächlich zum Ziel gehabt haben, die Zivilbevölkerung zu terrorisieren und sie für die fehlende Unterstützung für die RUF und die AFRC zu bestrafen.

Die Angriffe sollen namentlich zu Tötungen, zu physischer und sexueller Gewalt (inbesondere Verstümmelungen) gegen die Zivilbevölkerung, und Plünderungen geführt haben.

Als Bestandteil dieser Terrorkampagnen soll die Allianz zahlreiche Frauen und junge Mädchen vergewaltigt und in die sexuelle Slaverei verbracht haben. Männer und Knaben seien zur Zwangsarbeit verschleppt worden, und zahleiche Kinder seien zwangsweise für den Konflikt rekrutiert worden.
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Trial Watch möchte daran erinnern, dass jede von nationalen oder internationalen Behörden verfolgte oder angeklagte Person solange als unschuldig zu gelten hat, bis ein rechtskräftiger Schuldspruch vorliegt.
 Nationalität :
 Sierra leone
 Geburtsdatum :
 17.10.1937
  Zeitspanne der Fakten :
 30.11.1996
  Kategorien :
  Kriegsverbrechen
Verbrechen gegen die Menschlichkeit
  Letzte Änderung des Profils :
  02.01.2005
 
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