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 Indictment
 Jean Paul Akayesu, les crimes sexuels
Fondation Hirondelle (Media for Peace and Human Dignity)
 Bibliography of the Rwandan Genocide
Wikipedia
 Le génocide rwandais: comment il a été préparé
Human Rights Watch, avril 2006
 The Rwandan Genocide - How It Was Prepared
Human Rights Watch, April 2006
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Jean-Paul Akayesu

Kontext : Ruanda Suchen
Urteilsort : IStGR (Ruanda) Suchen
Status : Verurteilt
Statusbeschreibung : Zu lebenslanger Haft verurteilt.
Funktion : Bürgermeister von Taba
FaktenVerfahrenSchwerpunkt
Jean-Paul Akayesu wurde 1955 geboren. Vor seiner Ernennung zum Bürgermeister von Taba war er erst als Lehrer tätig, dann als Bildungsinspektor. Seine politische Aktivität begann er 1991 im Mouvement Démocratique Républicain (MDR; Demokratisch Republikanische Bewegung). Bald wurde er Präsident der Lokalsektion des MDR in Taba. Seine Ernennung zum Bürgermeister von Taba erfolgte 1993. Er hatte den Posten bis zu seiner Flucht aus Ruanda im Jahr 1994 inne. Akayesu ist verheiratet und Vater von fünf Kindern.

Strafrechtlich verantwortlich gemacht wird Jean-Paul Akayesu für seine direkte und indirekte Beteiligung am Völkermord von 1994.

Direkte Täterschaft wird ihm bezüglich seiner Handlungen in Taba vorgeworfen. Während des Genozids suchten zahlreiche Tutsi Zuflucht im Rathaus von Taba, wo sie jedoch statt Sicherheit tödliche Gewalt erwartete. Allein für die Gemeinde Taba wird von 2000 Opfern der Massaker gegen die Tutsi im Jahr 1994 ausgegangen. Zudem wurden viele Tutsi-Frauen Opfer sexueller Gewalt durch die Streitkräfte. Es kam zu Verstümmelungen und Vergewaltigungen, welche oft in der Öffentlichkeit stattfanden, teilweise unter Beteiligung mehrerer Angreifer. Die Vergewaltigungen hatten systematischen Charakter. Mit Gewehren bewaffnete Kommunalpolizisten waren, ebenso wie Jean-Paul Akayesu selbst, bei Vergewaltigungen und sexuellen Übergriffen anwesend. Akayesu wird auch vorgeworfen, Morde befohlen und an ihrer Ausführung teilgenommen zu haben.

Weiter wird Jean-Paul Akayesu vorgeworfen, indirekt zu zahlreichen Verbrechen beigetragen zu haben. Er soll strafbare Handlungen durch seine Anwesenheit, seine Einstellung und seine Äusserungen gefördert und zahlreiche Tötungen befohlen haben. So hat er beispielsweise am 19. April 1994 in Taba eine Versammlung geleitet, in welcher er die Bevölkerung dazu aufrief, sich zu vereinigen, um den „Feind Tutsi“ auszurotten.

Jean-Paul Akayesu wurde am 10. Oktober 1995 in Lusaka, Sambia, festgenommen und am 15. Mai 1996 in die Haftanstalt der Vereinten Nationen in Arusha, Tansania, überführt.
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Trial Watch möchte daran erinnern, dass jede von nationalen oder internationalen Behörden verfolgte oder angeklagte Person solange als unschuldig zu gelten hat, bis ein rechtskräftiger Schuldspruch vorliegt.
  Letztes mal Gesehen :
  Mali (Gefängnis Bamako)
  Zeitspanne der Fakten :
 09.04.1994 - 06.1994
  Urteilperiode :
  09.01.1997 - 01.06.2001
  Kategorien :
  Genozid
Verbrechen gegen die Menschlichkeit
  Letzte Änderung des Profils :
  28.04.2006
 
Bibliographie Jean-Paul Akayesu
Divers
Le viol de guerre, la riposte des femmes
Nduwimana, Françoise
Aucun témoin ne doit survivre : Le génocide au Rwanda
Alison Des Forges et al.
Conspiracy to murder
Linda Melvern
Kein Zeuge darf überleben
Alison Des Forges et al.
Leave None to Tell the Story: Genocide in Rwanda
Alison Des Forges et al.
Génocide, crimes de guerre et crimes contre l’humanité: la jurisprudence du TPIR
Human Rights Watch (2004)
Genocide, War Crimes and Crimes Against Humanity: Case Law of the ICTR
Human Rights Watch (2004)
Justice à Arusha
De André-Michel Essoungou
Le Tribunal des vaincus: Un Nuremberg pour le Rwanda?
Thierry Cruvellier
icl

 

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