    |  |  |  | Jorge Rafael Videla |  | | Urteilsort : | Argentinien  | | Status : | Angeklagt | | Statusbeschreibung : | Angeklagt | | Funktion : | General, Präsident der MiIlitärjunta | |
|  | |  | Jorge Rafael Videla wurde am 2. August 1925 in Mercedes in Argentinien geboren. Sein Vater war Militäroberst. Jorge Videla verliess die Militärschule 1944 diplomiert und begann eine lange Militärkarriere. Er arbeitete von 1950 bis 1962 im Büro des Verteidigungsministeriums, bevor er 1962 die Leitung der Militärakademie übernahm.
1971 erhielt Jorge R. Videla den Generalsgrad. Zwei Jahre später wurde er Chef des Generalstabs, bevor er 1975, unter der Präsidentschaft von Isabel Peron, Nachfolgerin ihres Mann, zum Chefmajor der argentinischen Armee ernannt wurde.
Am 24. März 1976 riss eine von Jorge R. Videla geleitete Militärjunta die Macht durch einen Staatsstreich an sich. Sie sollte das Land bis zum 10. Dezember 1983 führen. Die Junta setzte sich zu Beginn zusammen aus Jorge R. Videla, dem Marinekommandanten Admiral Emilio E. Massera und dem Kommandanten der Luftstreitkräfte Hauptgefreiter Ramon Agosti. Jorge R. Videla übergab die Präsidentschaft der Junta 1981 an General Roberto Eduardo Viola.
Im Laufe dessen, was als später „schmutziger Krieg“ qualifiziert wurde, machten es sich die argentinischen Militärs zur Aufgabe, das Land von Guerillas zu säubern und das, was die Junta « subversives Gedankengut » nannte, sowie „Terroristen“, definiert als „jede Person, die Ideen gegen die westliche und christliche Zivilisation propagiert“ auszurotten. Im Laufe der folgenden Jahre ermordeten die Militärs 10’000 bis 30’000 Personen oder liessen sie zwangsweise verschwinden. Gleichzeitig sahen sich etwa 500’000 Oppositionelle gezwungen, ins Exil zu gehen, um der Unterdrückung zu entkommen.
Mehrere hundert geheime Untersuchungsgefängnisse wurden im ganzen Land geschaffen. Traurige Berühmtheit erlangte die Escuela Superior de Mecanica de la Armada, die ESMA in Buenos Aires. Dort wurde systematisch gefoltert, zahlreiche Gefangene wurden ermordet oder „verschwanden“. Jungen inhaftierten Frauen, die in diesen Zentren gebaren, wurden die Kinder weggenommen. Diese wurden, nach Fälschung der Dokumente, in Militärfamilien untergebracht.
Ab 1976 nahm die Junta gleichzeitig aktiv am « Plan Condor» teil, eine Zusammenarbeit der Geheimdienste der Militärdiktaturen Chiles, Argentiniens, Uruguays, Paraguays und Brasiliens, mit dem Ziel, politische Oppositionelle, die in eines dieser Länder geflüchtet waren, aufzuspüren.
Im Laufe des Jahres 1983 überliess das Militärregime, geschwächt durch seine Niederlage gegen die britische Marine im Falklandkrieg, einer zivilen, demokratisch gewählten Regierung den Platz. Präsident wurde der Radikale Raul Alfonsin. |  | mehr... |  | Trial Watch möchte daran erinnern, dass jede von nationalen oder internationalen Behörden verfolgte oder angeklagte Person solange als unschuldig zu gelten hat, bis ein rechtskräftiger Schuldspruch vorliegt. |  |  |  | | Nationalität : | | | Argentina |  | | Geburtsdatum : | | | 02.08.1925 |  | | Zeitspanne der Fakten : | | | 24.03.1976 - 29.03.1981 |  | | Urteilperiode : | | | 22.04.1985 - 09.12.1985 |  | | Kategorien : | | | Andere Folter |  | | Letzte Änderung des Profils : | | | 26.07.2008 |
|  |
 | |  |
|
|