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 Fall Marco: Anwalt hält Richterbeschluss für ?totalen Quatsch? - Focus Online
17.08.2008
Das zuständige Gericht in Antalya habe am Montag eine Haftbeschwerde abgelehnt, sagte Marcos Anwalt Michael Nagel. Zur Begründung habe das Gericht angegeben, dass wegen der ...
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Julius Streicher

Kontext : Nazi-Deutschland Suchen
Urteilsort : IMStGH - Nürnberg Suchen
Status : Verurteilt
Statusbeschreibung : Streicher wurde am 16. Oktober 1946 gehängt
Funktion : Chef der NSDAP in Franken und Herausgeber der Zeitung
FaktenVerfahrenKontext
Julius Streicher wird am 12. Februar 1885 in Fleinhausen in Bayern geboren. Als Sohn eines Lehrers, arbeitet er in einer Primarschule bis zu seinem Einsatz in der deutschen Armee 1914 als Lehrkraft.

1919 hilft Streicher die nationalistisch-antisemitische Deutsch Sozialistische Partei zu gründen, die dann später in die NSDAP eingegliedert wird.

Während des Münchner- Putsches 1923, wird Streicher ein enger Vertrauter von Hitler. Des weiteren gründet und gibt er 1923 die zügellos antisemitische Zeitung "Der Stürmer" heraus, die 1935 eine Auflage von 600'000 erreicht. Streicher gebraucht sie, um seinen tiefen Hass gegen die Juden zu verbreiten und um sie für das gesamte Unheil verantwortlich zu machen, woran Deutschland leidet.

1925 wird Streicher Gauleiter der NSDAP in Franken. Diese Position behält er bis 1940. Mit der Machtergreifung der Nazis 1933 wird er zusätzlich Mitglied des Reichstages, des Deutschen Parlamentes, bis 1945. Streicher übt noch andere Funktionen aus, insbesondere in der SA. Er wird im besonderen mit der Durchführung des Boykottes der jüdischen Geschäfte beauftragt, der am 1. April 1933 beginnt. Streicher hat sich für die Nürnberger Gesetze von 1935 eingesetzt. Er wird beispielsweise beschuldigt, für den Brand in der Synagoge in Nürnberg vom 10. August 1938 verantwortlich zu sein und am 10. November des selben Jahres öffentlich zur antisemitischen Hetze aufgerufen zu haben.

Zahlreiche seiner Publikationen forderten zur Ausrottung der Juden auf. So hat er beispielsweise in einem Artikel im Mai 1939 geschrieben: " Eine Strafexpedition muss gegen die russischen Juden organisiert werden. Eine Strafexpedition, die ihnen das gleiche Schicksal zukommen lässt, wie es jeder Mörder und Kriminelle erwarten muss. Die Todesstrafe und die Exekution. Die russischen Juden müssen getötet werden. Sie müssen von der Wurzel bis in die Äste ausgerottet werden."

Aufgrund seiner Angriffe gegen einige prominente Parteimitglieder, wird Streicher 1940 von allen Parteiämtern beurlaubt. Hitler lässt ihn jedoch weiterhin den "Stürmer" herausgeben.

Julius Streicher wurde im Sinne von Anklagepunkt Nr. 1 vorgeworfen, seine verschiedenen Funktionen und seinen persönlichen Einfluss zum Führer benutzt zu haben, um die Machtergreifung der Nazi- Verschwörer und die Stärkung ihrer Macht in Deutschland zu fördern. Es wurde ihm auch vorgeworfen, Verbrechen gegen die Menschlichkeit im Sinne von Anklagepunkt Nr. 4 geführt und autorisiert und an ihnen teilgenommen zu haben, besonders durch seine Anstiftung zur Judenverfolgung.

Streicher wurde am 23. Mai 1945 verhaftet.
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Trial Watch möchte daran erinnern, dass jede von nationalen oder internationalen Behörden verfolgte oder angeklagte Person solange als unschuldig zu gelten hat, bis ein rechtskräftiger Schuldspruch vorliegt.
 Nationalität :
 Germany
 Geburtsdatum :
 12.02.1885
  Urteilperiode :
  20.11.1945 - 10.10.1946
  Kategorien :
  Verbrechen gegen die Menschlichkeit
  Letzte Änderung des Profils :
  21.12.2004
 
Julius Streicher: Nazi Editor of the Notorious Anti-Semitic Newspaper Der Sturmer
Randall L. Bytwerk
Procureur à Nuremberg
Telford Taylor
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