 |  | | Ein Land zerstört sich selbst - Die Zeit 14.05.2008 Ein Jahr nach der Wahl hat Präsident Kabila sämtliches Vertrauen verspielt. Die UN ist tief besorgt, denn die kongolesische Demokratie erstickt in Gewalt, Korruption und ... |
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  |  |  |  | Laurent Nkunda |  | | Kontext : | DRK  | | Urteilsort : | Demokratische Republik Kongo  | | Status : | Gesucht - Haftbefehl | | Statusbeschreibung : | Angeklagt durch die kongolesische Regierung seit September 2005 | | Funktion : | Kommandant einer kongolesischen Miliz | |
|  | |  | Laurent Nkunda wurde am 2. Februar 1967 in Rutshuru, Nord Kivu, Demokratische Republik Kongo (DRK), geboren. Er ist verheiratet und hat vier Kinder.
Nach seinem Psychologiestudium ist er seit 1993 Soldat. Er kämpfte zunächst auf Seiten der Ruandischen Patriotischen Front, der Rebellenbewegung, die von den im Exil lebenden Tutsi-Rebellen gegründet wurde; diese übernahm 1994 die Kontrolle über Ruanda und beendete den Genozid.
In Folge kehrte Laurent Nkunda in die DRK zurück. Dort wurde er im Jahre 1998 hochrangiger Offizier in der von Ruanda unterstützten Bewegung für Kongolesische Demokratie (RCD-Goma), einer der wichtigsten in der DRK kämpfenden Rebellengruppen.
Im Mai 2002 soll Nkunda zusammen mit General Amisi zu den Offizieren der RCD-Goma gehört haben, die für die brutale Niederwerfung einer versuchten Meuterei in Kisangani verantwortlich waren. Dabei sollen mehr als 160 Personen standrechtlich exekutiert worden sein. Bei einem Vorfall sollen Einheiten unter Nkundas Kommando 28 Personen gefesselt, geknebelt und exekutiert haben um die Körper anschliessend in mit Steinen beschwerte Säcke zu packen, die sie von einer Brücke in den Kisangani-Fluß warfen. Nachdem die UNO eine Untersuchung dieser Verbrechen eingeleitet hatte, sollen Nkunda und mehrere bewaffnete Soldaten in das UN-Quartier eingedrungen sein und zwei Wächter entführt und verprügelt haben.
Nach dem angeblichen Kriegsende im Jahre 2003, trat die RCD der Nationalen Armee der Übergangsregierung bei. Im Jahre 2004 wurde Nkunda zum General ernannt. Nkunda weigerte sich allerdings, die Befehlshoheit von Kinshasa im Rahmen der neu vereinigten Armee anzuerkennen und zog sich mit hunderten seiner früheren Truppen in die Wälder von Masisi in Nord-Kivu zurück.
Trotz des eigentlich beendeten Krieges kam es zwischen den Truppen, die sich immer noch loyal zur RCD-Goma verhielten und anderen kongolesischen Armeekräften in Süd-Kivu im Mai 2004 zu Auseinandersetzungen. Nkunda und Truppen, die sich loyal zu ihm verhielten, eroberten die Stadt Bukavu in Süd-Kivu am 2.Juni, wobei sie behaupteten, dass diese Maßnahme nötig gewesen seien, um den Genozid an den kongolesischen Tutsi zu stoppen, die örtlich als Banyamulenge bezeichnet werden.
Einige beschuldigten Nkunda, daß er immer noch Befehlen aus Kigali folge, er jedoch erklärte, daß sie ihm nicht befohlen hätten, Bukavu zu erobern, obwohl er die Ruander als seine Verbündeten ansehe. Während der Kampfhandlungen sollen Nkundas Truppen an Kriegsverbrechen wie Tötungen von Zivilpersonen, Vergewaltigung und am Raub von zivilem Eigentum beteiligt gewesen sein.
Nachdem die UNO-Friedenstruppen eine Vereinbarung über den Rückzug Nkundas aus Bukavu ausgehandelt hatten, zog sich Nkunda mit einigen seiner Truppen in die Wälder von Nord-Kivu zurück, während andere unter dem Kommando von Oberst Jules Mutebusi in Ruanda Zuflucht fanden.
Im August 2005 erklärte Nkunda, die gegenwärtige kongolesische Regierung für korrupt und unfähig und forderte deren Sturz. Im September 2005 desertierte eine größere Anzahl von Ruandisch sprechenden Soldaten aus der nationalen Armee in Nord Kivu; einige von ihnen zogen in die Wälder von Masisi, wo sie sich Nkunda anschlossen.
Am 18 Januar 2006 griffen die Rebellentruppen verschiedene Städte im Gebiet Rutshuru, Nord-Kivu, an und besetzten diese, nachdem sie die in dieser Gegend stationierten Truppen der kongolesischen Regierung in die Flucht geschlagen hatten. Der Provinzgouverneur von Rutshuru bestätigte in einem Kommuniqué vom 26. Januar 2006, dass die Rebellentruppen unter Nkundas Kommando standen. Örtliche Quellen berichten, dass sowohl die Rebellentruppen als auch die kongolesische Armee Vergewaltigungen begingen und Zivilisten angriffen sowie deren Eigentum raubten. Zehntausende Kongolesen ergriffen die Flucht in benachbarte Gebiete oder über die Grenze nach Uganda.
Annlässlich eines Briefings des UNO-Sicherheitsrats am 16.Juli 2002 rief die UNO- Hochkommissarin für Menschenrechte Mary Robinson die kongolesischen Behörden dazu auf, all jene zu verhaften, welche die Massaker angeordnet hatten oder daran beteiligt waren. Sie warnte vor weiterem Blutvergießen, im Falle dass diese Personen nicht zur Verantwortung gezogen würden. |  | mehr... |  | Trial Watch möchte daran erinnern, dass jede von nationalen oder internationalen Behörden verfolgte oder angeklagte Person solange als unschuldig zu gelten hat, bis ein rechtskräftiger Schuldspruch vorliegt. |  |  |  | | Nationalität : | | | Congo |  | | Geburtsdatum : | | | 02.02.1967 |  | | Alias : | | | Laurent Nkunda Bwatare, Laurent Nkundabatware, Laurent Nkunda Mahoro Batware, General Nkunda |  | | Letztes mal Gesehen : | | | Angeblich in Goma, Demokratische Republik Kongo |  | | Zeitspanne der Fakten : | | | 05.2002 |  | | Kategorien : | | | Kriegsverbrechen Verbrechen gegen die Menschlichkeit |  | | Letzte Änderung des Profils : | | | 03.06.2007 |
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