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Das Recht im Dienst der Opfer schwerster Verbrechen
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Leopoldo Fortunato Galtieri

Kontext : Argentinien Suchen
Urteilsort : Argentinien Suchen
Status : Freigesprochen
Statusbeschreibung : Anlässlich des Verfahrens der Militärjunta im Jahre 1985 freigesprochen, später aber wegen Menschenrechtsverletzungen verfolgt
Funktion : Oberbefehlshaber der Armee, später Präsident der Republik
FaktenVerfahrenKontext
Leopoldo Fortunato Galtieri wurde am 15. Juli 1926 geboren. Er war der Sohn armer italienischer Einwanderer. Mit 17 Jahren meldete er sich bei der argentinischen Armee und wurde Ingenieur. Im Jahre 1949 begann er mit dem Studium an der nordamerikanischen Schule der Amerikas (North American School of the Americas).

1975 kommandierte er die Truppe der Ingenieure der Armee. Als eifriger Befürworter des Staatsstreiches im Jahre 1976 wurde er 1977 zum Generalmajor befördert, 1980 dann schliesslich zum Oberbefehlshaber mit dem Rang des Generalleutnants.

Im Jahre 1981 hatte er die Ehre, vom Präsidenten der Vereinigten Staaten, Ronald Reagean, der die Militärjunta unterstützte, empfangen zu werden. Im Dezember 1981 organisierte er einen Staatsstreich gegen General Viola (vgl. „Verbindungen“) und wurde Präsident der Republik. Mit Machtverlust und einer Wirtschaftkrise im Land konfrontiert, griff er im April 1982 die Falklandinseln an. Dabei wurde er von vielen enthusiastischen Argentiniern unterstützt. Zwei Monate nach der Niederlage gegen die britischen Streitkräfte wurde er seines Amtes enthoben. Wahlen wurden organisiert und seine Diktatur wich einer demokratisch gewählten bürgerlichen Regierung. Präsident dieser Regierung wurde der Radikale Raul Alfonsin.

In dieser Zeit der Diktatur, die später “schmutziger Krieg” (1976-1983) genannt wurde, verfolgte die argentinische Militärführung nur ein Ziel: Das ganze Land sollte von den Guerillas und deren Anhängern, die die Militärjunta als „staatsfeindliche Intellektuelle“ bezeichnete, gesäubert werden. Das gleiche galt für die von der Militärjunta als „Terroristen“ bezeichnete Gruppe von Menschen, die „mit der westlichen und christlichen Welt nicht in Einklang stehenden Ideen“ verbreiteten. Im Laufe dieser Jahre wurden zwischen 10’000 und 30’000 Menschen ermordet oder verschwanden auf mysteriöse Art und Weise. Gleichzeitig flüchteten an die 500’000 Regimegegner ins Exil.

Im ganzen Land wurden hunderte von geheimen Gefangenenlagern errichtet. In diesen Lagern wurde systematisch gefoltert. Viele der dort Gefangenen wurden auch ermordet oder verschleppt. Den jungen schwangeren Frauen wurden sofort nach der Geburt ihre neugeborenen Kinder weggenommen und in kinderlose Familien der Militärs gegeben. Die Papiere der Kinder wurden später gefälscht.

Galtieri wurde 1983 festgenommen. Er wurde angeklagt wegen Menschenrechtsverletzungen und Inkompetenz in der Angelegenheit Falklandinseln.
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 Nationalität :
 Argentina
 Geburtsdatum :
 15.07.1926
  Urteilperiode :
  22.04.1985 - 09.12.1985
  Kategorien :
  Andere
Folter
Verschwindenlassen
  Letzte Änderung des Profils :
  18.02.2010
 
icl

 

 

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