  |  |  |  | Muhammad Hamza al-Zubaydi |  | | Kontext : | Irak  | | Urteilsort : | Irak-Tribunal  | | Status : | Angeklagt | | Statusbeschreibung : | Anklageschrift vom 1. Juli 2004, Anklagepunkte unklar | | Funktion : | Premierminister, stellvertretender Premierminister | |
|  | |  | Muhammad Hamza al-Zubaydi wurde 1938 in Babylon im Irak geboren.
Er ist ehemaliger Premierminister und ehemaliger stellvertretender Premierminister. Zudem ist er ehemaliges Mitglied des revolutionären Kommandorates und der regionalen Führung der Ba’ath-Partei.
1987 tauchte er in Presseberichten als Kommunikationsminister auf.
Zwischen 1986 und 1992 war er als Sekretär der Nordgeschäftsstelle der Ba’ath-Partei betitelt. Als solcher hatte Muhammad Hamza vermutlich Befehlszuständigkeit für die ausgeführten Völkermordakte gegen Kurden, einschliesslich der Al-Anfal-Operation 1988.
Auch als Saddams “Schiiten-Schläger” bekannt, nahm er an den gewaltsamen Unterdrückungen der schiitischen Aufstände 1991 nach dem Golfkrieg teil. Er wurde im irakischen Fernsehen gezeigt, wie er gefangene schiitische Dissidenten körperlich angreift. Berichte weisen ihm eine führende Rolle in der brutalen Unterdrückung durch die Anordnung von Massenhinrichtungen, Folter und Zerstörung der irakischen Städte Samawa, Nassiriyah, Basra, Amara und Kut zu.
Er war zudem direkt einbezogen in die Zerstörung der südlichen Sümpfe von 1992 bis 1998. In den Fernsehnachrichten dieser Zeit war zu sehen, wie er Armeegenerälen auf dem Schlachtfeld Anweisungen gibt, bestimme arabische Sumpfstämme auszurotten.
Als Kommandeur der Zentraleuphratregion von 1998 bis 2000 setzte Muhammad Hamza die Unterdrückung schiitischer politisch-religiöser Aktivitäten und Unruhen fort. Berichten zufolge war Muhammad Hamza direkt in die Ermordung des Grossayatollahs Al-Sadr und zwei seiner Söhne in dem schiitischen Zenter in Najaf am 18. Februar 1999 verwickelt.
Im Mai 2001 wurde Muhammad Hamza von seinen Positionen als stellvertretender Premierminister und als Mitglied der regionalen Führung der Ba’ath-Partei entlassen.
Die US-Zentral-Führung in Qatar meldete die Festnahme Muhammad Hamzas durch US-Truppen am 4. April 2003. Ein Mitglied des irakischen Nationalrates sagte vorher, dass Muhammad Hamza von Mitgliedern der Freien irakischen Truppen in Hilla, 80 Kilometer von Bagdad enfernt, festgenommen und den US-Truppen übergeben worden sei. Die US-Truppen übergaben ihn am 30. Juni 2004 der irakischen Übergangsregierung. Am 1. Juli 2004 wurde er angeklagt.
Am 20. Juli 200 enthüllten Nahestehende seine vermutete Bereitschaft als Zeuge der Anklage bezüglich der Anordnungen von 1998, den Grossayatollah al-Sadr zu ermorden und den Anordnungen zu dem Schiitenaufstand 1991, gegen Saddam auszusagen. |  | mehr... |  | Trial Watch möchte daran erinnern, dass jede von nationalen oder internationalen Behörden verfolgte oder angeklagte Person solange als unschuldig zu gelten hat, bis ein rechtskräftiger Schuldspruch vorliegt. |  |  |  | | Alias : | | | Shia Thug |  | | Letztes mal Gesehen : | | | Bagdad (Irak) |  | | Urteilperiode : | | | 01.07.2004 |  | | Kategorien : | | | Genozid Kriegsverbrechen Verbrechen gegen die Menschlichkeit |  | | Letzte Änderung des Profils : | | | 10.12.2009 |
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