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Das Recht im Dienst der Opfer schwerster Verbrechen
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Omar Hassan Al-Bashir

Kontext : Darfur Suchen
Urteilsort : IStGH Suchen
Status : Gesucht - Haftbefehl
Statusbeschreibung : Der IStGH erliess am 4. Maerz einen internationalen Haftbefehl wegen 7 Anklagepunkten der Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit
Funktion : Seit 16 Oktober 1993 Präsident des Sudan
FaktenVerfahrenSchwerpunktKontext
Omar Hassan Al-Bashir wurde am 1. Januar 1944 in Hosh Bannaga im Sudan geboren, welches 100 km nordöstlich von Khartum liegt.

Nach Abschluß der höheren Schule wurde Omar Hassan Al-Bashir als Pilot zum Studium an der Militärakademie zugelassen. Diese schloß er 1967 ab und diente dann in der Luftwaffe, bevor er in die Infanteriebrigade versetzt wurde. In den frühen 90er Jahren erhielt er zwei Master-Abschlüsse, davon einen in Malaysia. Außerdem wurde er 1987 zum Fellow der Sudanesischen Akademie für Verwaltungswissenschaften ernannt.

1988 wurde Omar Hassan Al-Bashir das Kommando der 8.Brigade übertragen. In diesem Amt leitete er die militärischen Operationen gegen die Sudanesische Volksbefreiungsarmee im Süden des Landes.

Am 30.November 1989 führte Al-Bashir eine Gruppe von Offizieren an, welche die Regierungskoalition von Sadeq Al-Mahdi absetzte, die seit 1986 im Amt gewesen war. Er wurde im folgenden Chef der Übergangsregierung, bevor er am 16. Oktober 1993 zum Präsidenten des Landes ernannt wurde.

Al Bashir wird angeschuldigt, die treibende Kraft beim der Planung und Ausführung der Vernichtung des größten Teils der Volksgruppen der Fur, Masalit and Zaghawa gewesen zu sein, deren Mitglieder aufgrund ihrer Stammeszugehoerigkeit vernichtet werden sollten. Jene im Darfur traditionnell einflussreichenVolksgruppen hatten sich durch eine Rebellion gegen die Unterdrueckung ihrer Provinz zu wehren versucht.

Seit 2003 sollen die Streitkräfte und Janjaweed Milizen angeblich auf Befehl von Al Bashir Dörfer angegriffen und zerstört und danach die Überlebenden bis in die Wüste verfolgt haben. In den Vertriebenenlagern sollen die Ueberlebenden Bedingungen ausgesetzt worden sein, welche auf ihre Vernichtung ausgerichtet waren.

Al Bashir soll ausserdem Untergebene befördert und ihnen die Straflosigkeit angeboten haben um so ihre Bereitschaft zum Voelkermord zu fördern. Er soll den gesamten Staatsapparat einschließlich der Streitkräfte, Geheimdienste, Verwaltung des Außenministeriums und des Presseamtes, sowie der Justiz, mobilisiert haben, um die 2.450.000 groesstenteils zur Zielgruppe gehoerenden in den Flüchtlingslagern lebenden intern Vertriebenen (IDPs), derartigen Lebensbedingungen auszusetzen, welche einzig zu deren Vernichtung fuehren konnten. . Ihm wird auch vorgeworfen, internationale humanitäre Hilfe blockiert zu haben und gut koordinierte Angriffe auf die Flüchtlingslager organisiert zu haben.

Am 14.Juli 2008 legte der Strafanklaeger des Internationalen Strafgerichtshofs (IStGH) in Den Haag Beweismittel vor, welche aufzeigen, dass Al Bashir in Darfur Völkermord, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen begangen hat.
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Trial Watch möchte daran erinnern, dass jede von nationalen oder internationalen Behörden verfolgte oder angeklagte Person solange als unschuldig zu gelten hat, bis ein rechtskräftiger Schuldspruch vorliegt.
 Nationalität :
 Sudan
 Geburtsdatum :
 01.01.1944
  Letztes mal Gesehen :
  Khartum, Sudan
  Kategorien :
  Genozid
Kriegsverbrechen
Verbrechen gegen die Menschlichkeit
  Letzte Änderung des Profils :
  04.02.2010
 
The Trial Proceedings of the International Criminal Court
Karin N. Calvo-Goller
icl

 

 

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