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 Wie die USA den Geist von Nürnberg nach Guantanamo holen wollen - Der Spiegel
22.09.2008
Bewegte Bilder als Zeuge der Anklage: Bei den Tribunalen gegen mutmaßliche Qaida-Terroristen in Guantanamo versucht die US-Regierung, eine Parallele zu den Nazi-Prozessen in ...
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Salim Ahmed Hamdan

Kontext : Afghanistan Suchen
Urteilsort : Vereinigte Staaten Suchen
Status : Verurteilt
Statusbeschreibung : Von der militärischen Sondertribunal-instanz am 6. August 2008 der materiellen Unterstützung des Terrorismus fuer schuldig befunden und zu fuenfeinhalb Jahren Haft verurteilt
Funktion : Ehemaliger Fahrer und Bodyguard von Usama Bin Laden
FaktenVerfahrenSchwerpunkt
Salim Ahmed Hamdan wurde 1970 in Jemen geboren.

1996 soll Hamdan Bin Laden in Kandahar in Afghanistan getroffen haben und schliesslich dessen persönlicher Fahrer und Bodyguard geworden sein. Diese Funktionen soll er bis zu seiner Verhaftung im November 2001 inne gehabt haben.

Zwischen 1996 und 2001 soll Hamdan Waffen, Munition und andere Waren an Mitglieder der Al Qaida und deren Verbündete geliefert haben. Weiter wird ihm vorgeworfen, Waffen aus Lagern der Taliban entgegengenommen und diese direkt an Saif al Adel, den Vorsitzenden des Sicherheitsausschusses der Al Qaida, nach Kandahar geliefert zu haben.

Er beschaffte gemäss der Anklage offene Kleintransporter des Typs Toyota Hilux für die Bodyguard-Einheit von Usama bin Laden. Er soll darüber hinaus Usama bin Laden und anderen hochrangigen Mitgliedern und Verbündeten der Al Qaida als Fahrer gedient haben. Zur Zeit der Bombenanschläge auf die US Botschaften in Tansania und Kenya im August 1998 und zur Zeit des 11. Septembers 2001 soll Hamdan als Fahrer in einem Konvoi von drei bis neun Fahrzeugen gedient haben, in dem bin Laden an verschiedene Orte in Afghanistan gefahren wurde.

Zwischen 1996 und November 2001 soll Hamdan Usama bin Laden zu verschiedenen Trainingslagern, Pressekonferenzen oder Lesungen der Al Qaida gefahren haben. Während dieser Reisen soll bin Laden immer wieder Reden gehalten haben, in denen er andere dazu ermutigte, "Märtyrermissionen" (Selbstmordanschläge) gegen Amerikaner zu unternehmen, gegen sie Krieg zu führen, und die Ungläubigen von der arabischen Halbinsel zu vertreiben.

Zwischen 1996 und November 2001 soll Hamdan bei verschiedenen Gelegenheiten im Al Qaida-Lager al Farouq in Afghanistan eine Ausbildung an Faustfeuerwaffen und Gewehren erhalten haben.
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Trial Watch möchte daran erinnern, dass jede von nationalen oder internationalen Behörden verfolgte oder angeklagte Person solange als unschuldig zu gelten hat, bis ein rechtskräftiger Schuldspruch vorliegt.
  Letztes mal Gesehen :
  Guantanamo
  Urteilperiode :
  21.07.2008
  Kategorien :
  Kriegsverbrechen
  Letzte Änderung des Profils :
  10.08.2008
 
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