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Das Recht im Dienst der Opfer schwerster Verbrechen
  Radovan Karadzic
  Dragomir Milosevic
  Ratko Mladic
  Stojan Zupljanin
 Acte d'accusation
Mars 1999
 Indictment
March 1999
 Récrire l'histoire du siège de Sarajevo?
Article du Courrier des Balkans
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Stanislav Galic

Kontext : Ex-Jugoslawien Suchen
Urteilsort : IStGJ (Jugoslawien) Suchen
Status : Verurteilt
Statusbeschreibung : Am 30. November 2006 von der Berufungskammer des ICTY zur lebenslangen Gefängnisstrafe verurteilt; am 15. Januar 2009 nach Deutschland ueberwiesen
Funktion : Kommandant des Romanija-Korps von Sarajevo
FaktenVerfahrenSchwerpunkt
Stanislav Galic wurde am 12. März 1943 in Goles, Gemeinde von Banja Luka in Bosnien-Herzegowina, geboren.

Seit der internationalen Anerkennung Bosnien-Herzegowinas als unabhängiger Staat am 6. April 1992, waren bewaffnete Kämpfe in Sarajevo ausgebrochen. Sowohl die Streitkräfte, welche die SDS (demokratische Partei Serbiens) unterstützten, als auch die JNA (Volksarmee Jugoslawiens) kontrollierten die Hügel rund um Sarajevo. Die Stadt wurde einer Blockade unterworfen, bombardiert und von den umliegenden Hügeln aus dem Hinterhalt beschossen. Nach einem teilweisen Rückzug der JNA aus Bosnien um den 20. Mai 1992, wurden die Streitkräfte, welche die Stadt umzingelten, zum Romanija-Korps von Sarajevo zusammengefasst und bildeten fortan einen wichtigen Bestandteil der VRS (Serbische Armee von Bosnien), welche unter dem Oberkommando von Ratko Mladic und Radovan Karadzic stand.

Das Hauptquartier des Romanija-Korps befand sich in der Kaserne von Lukavica, einer Vorstadt südwestlich von Sarajevo.

Stanislav Galic war Divisionär in der VRS. Um den 10. September 1992 ubernahm er das Kommando über das Korps, welches er bis etwa 10. August 1994 behielt, wonach Dragomir Milosevic (siehe "Verbindungen") sein Nachfolger wurde.

Stanislav Galic hatte 18'000 Männer unter seiner Befehlsgewalt, welche in 10 Brigaden aufgeteilt waren.

Das Romanija-Korps von Sarajevo wendete eine Militärstrategie an, die darauf abzielte, die Zivilbevölkerung von Sarajevo durch Schüsse aus dem Hinterhalt und Bombardierungen zu töten, verstümmeln, verwunden und zu terrorisieren.

Ab April 1995 wurden Splitterbomben eingesetzt. Die Bombardierungen und Schüsse aus dem Hinterhalt fordertenn Tausende an zivilen Opfern beider Geschlechter, jeden Alters, sowie Kinder und ältere Menschen.

Das Romanija-Korps von Sarajevo zielte auf Zivilisten waehrend diese in ihren Gemüsegärten arbeiteten oder in einer Schlange standen um Brot zu kaufen, Wasser suchten, an Begräbnissen teilnahmen, einkauften, das Tram benutzten, Holz sammelten oder schlicht und einfach mit ihren Kindern oder Freunden spazieren gingen. Es kam sogar vor, dass Zivilisten in ihrem Haus durch Kugeln, welche die Fensterscheiben durchbrachen, verwundet oder getötet wurden. Die Angriffe auf Zivilisten in Sarajevo hatten häufig keinerlei militärischen Zusammenhang und zielten darauf ab, die Einwohner permanent in Angst und Schrecken zu versetzen. Die Zerstörung zahlreicher historischer, kultureller und symbolischer Gebäude, wie beispielsweise der Brand in der Nationalbibliothek, zeugten von der gleichen Taktik.

Stanislav Galic wurde am 20. Dezember 1999 durch die SFOR gefasst und an den Internationalen Strafgerichtshof für das ehemalige Jugoslawien ausgeliefert.
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Trial Watch möchte daran erinnern, dass jede von nationalen oder internationalen Behörden verfolgte oder angeklagte Person solange als unschuldig zu gelten hat, bis ein rechtskräftiger Schuldspruch vorliegt.
 Nationalität :
 Bosnia and herzegovina
 Geburtsdatum :
 12.03.1943
  Letztes mal Gesehen :
  Deutschland
  Zeitspanne der Fakten :
 10.09.1992 - 10.08.1994
  Urteilperiode :
  29.12.1999 - 05.12.2003
  Kategorien :
  Kriegsverbrechen
Verbrechen gegen die Menschlichkeit
  Letzte Änderung des Profils :
  11.11.2009
 
Genocide, War Crimes and Crimes Against Humanity: A Topical Digest of the Case Law of the ICTY
Human Rights Watch (2006)
Justice in a Time of War: The True Story Behind the International Criminal Tribunal for the Former Yugoslavia
Pierre Hazan
La Justice face à la guerre: De Nuremberg à La Haye
Pierre Hazan
icl

 

 

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