   |  |  |  | Thierry Desmarest |  | | Kontext : | Burma (Myanmar)  | | Urteilsort : | Frankreich  | | Status : | Angeklagt | | Statusbeschreibung : | 2002 in Frankreich wegen unzulässiger Gefangenschaft während der Konstruktion der Pipeline in Burma angeklagt | | Funktion : | Direktor der TOTAL EXPLORATION PRODUCTION (1989-1995), strategisch verantwortlich für ein Pipeline Projekt in der Umgebung von Yadana, Burma (Myanmar) | |
|  | |  | Thierry Desmarest wurde am 18. Dezember 1945 geboren. Er machte an der Ecole Polytechnique 1966 und an der Ecole Nationale Supérieure des Mines 1970 seinen Hochschulabschluss. Seit 1981 hielt er verschiedene Positionen bei der TOTAL EXPLORATION PRODUCTION inne, wobei er schliesslich 1989 zum Vorsitzenden ernannt wurde. 1989 wurde er ebenfalls Mitglied der Geschäftsleitung. Als TOTAL 1999 mit PetroFina fusionierte (Totalfina), wurde Thierry Desmarest Verwaltungsratspräsident und Geschäftsführer von Totalfina. Im Jahre 2000 fand der Zusammenschluss mit Elf Aquitaine statt (TotalFinaElf) und Desmarest wurde erneut zum Verwaltungsratspräsidenten und Geschäftsführer gewählt. Seit dem 6. Mai 2003 war er Verwaltungsratspräsident und Geschäftsführer des französischen Grossunternehmens TOTAL, aber wurde im Februar 2007 als Geschäftsführer von Christophe de Margerie ersetzt.
Als Direktor der TOTAL EXPLORATION PRODUCTION (von 1989 bis 1995) war Desmarest Hauptverantwortlicher für das Projekt einer Pipeline rund um Yadana, Burma (Myanmar). Somit war er für die gesamte Strategie der Tätigkeiten des Unternehmens TOTAL in Burma verantwortlich. Obwohl TOTAL und dessen Management von den verbreiteten und systematischen Menschenrechtsverletzungen durch militärische Battalions, die für die Sicherheit der Yadana Pipeline in der Region Tenasserim zuständig waren, gewusst haben sollen, sollen sie diese moralisch, finanziell, logistisch und militärisch unterstützt haben.
Desmarest soll am 10. September 1994 persönlich Verträge mit den burmesischen Generälen in Rangoon geschlossen haben. Mehrere Berichte von Menschenrechtsorganisationen, Zeugenaussagen von Opfern von Zwangsarbeit sowie interne Dokumente des Konzerns TOTAL sollen belegen, dass sich TOTAL und dessen Management der Verbrechen bewusst waren, die durch ihre militärischen Partner begangen wurden. Das Unternehmen TOTAL soll beispielsweise 463 Opfern von Zwangsarbeit in der Zeit von Dezember 1995 - Januar 1996 Entschädigungsgelder bezahlt haben, was darauf hindeutet, dass es durchaus Kenntnis von der ernsten Lage hatte. Die von den Sicherheitsbattalions der Pipeline begangenen Verbrechen gegen die Menschlichkeit sollen durch die Handlungen von Total begünstigt worden sein, sodass man von einer Mitschuld an den Verbrechen gegen die Menschlichkeit in Burma ausgehen könne. |  | mehr... |  | Trial Watch möchte daran erinnern, dass jede von nationalen oder internationalen Behörden verfolgte oder angeklagte Person solange als unschuldig zu gelten hat, bis ein rechtskräftiger Schuldspruch vorliegt. |  |  |  | | Nationalität : | | | France |  | | Geburtsdatum : | | | 18.12.1945 |  | | Zeitspanne der Fakten : | | | 01.01.1989 - 31.12.1996 |  | | Kategorien : | | | Andere |  | | Letzte Änderung des Profils : | | | 10.03.2010 |
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