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Das Recht im Dienst der Opfer schwerster Verbrechen
  Vladimir Lazarevic
  Sreten Lukic
  Milan Milutinovic
  Dragoljub Ojdanic
  Nebojsa Pavkovic
  Nikola Sainovic
 Third Amended Indictment
May 2006
 Troisième acte d'accusation modifié
Mai 2006
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Vlastimir Djordjevic

Kontext : Ex-Jugoslawien Suchen
Urteilsort : IStGJ (Jugoslawien) Suchen
Status : Laufender Prozess
Statusbeschreibung : Am 17. Juni 2007 in Montenegro verhaftet und an den IStGJ überstellt; der Prozess begann am 27. Januar 2009
Funktion : General, stellvertretender Minister im serbischen Innenministerium und Chef des Departements für öffentliche Sicherheit
FaktenVerfahren
Vlastimir Djordjevic wurde im Jahr 1948 in Koznica in der Gemeinde Vladicin Han geboren und studierte an der Universität Belgrad Rechtswissenschaften. Ab dem 1. Juni 1997 war er stellvertretender Minister im serbischen Innenministerium (MUP) und Chef des Departements für öffentliche Sicherheit (RJB), wobei er letztere Funktion anfänglich nur interimistisch übernahm. Seine Ministerposition und die Leitung des RJB behielt er bis zum 30. Januar 2001.

Die Anklageschrift geht davon aus, dass Vlastimir Djordjevic, zusammen mit Vladimir Lazarevic, Nebojsa Pavkovic und Sreten Lukic (siehe "Verbindungen") Verbrechen geplant, angeregt, befohlen, begangen oder in anderer Weise unterstützt hat oder ihre Planung, Vorbereitung und Ausführung gefördert hat. Gemäss der Anklageschrift war Lukic Teil einer gemeinsamen kriminellen Unternehmung die unter anderem zum Ziel hatte, einen massgeblichen Teil der albanischen Bevölkerung aus der Provinz Kosovo zu vertreiben, um diese unter serbischer Kontrolle zu behalten. Diese gemeinsame kriminelle Unternehmung bestand ab spätestens Oktober 1998 und dauerte bis am 20. Juni 1999 an.

Gemäss der Anklageschrift haben die Streitkräfte der Föderalen Republik Jugoslawien (RFY) und Serbiens im ganzen Kosovo vorsätzlich und in grossem Stil oder in systematischer Weise Tausende Kosovo-Albaner mit Gewalt aus der Provinz vertrieben oder auf innerhalb des Gebiets umgesiedelt. Um Vertreibung und Umsiedlung zu erleichtern, haben die Streitkräfte der RFY und Serbiens absichtlich ein Klima der Angast und der Unterdrückung geschaffen, wobei sie Gewalt ausübten oder damit drohten. Gemäss der Anklage haben die Streitkräfte überall im Kosovo eine geplante allgemeine oder systematische Zerstörungskampagne gegen Güter der albanischen Zivilbevölkerung im Kosovo durchgeführt. Die koordinierten Aktionen führten dazu, dass ganze Dörfer, Städte und Regionen für die Kosovo-Albaner unbewohnbar wurden. Zahlreiche Kosovo-Albaner, welche nicht direkt gewaltsam aus ihrer Gemeinde vertrieben wurden, flohen wegen des Klimas der Angst, welches wegen der systematischen Kampagne der Streitkräfte, zu welcher tätliche Angriffe, Belästigung, sexuelle Gewalt, illegale Festnahmen, Morde, Bombardierungen und Plünderungen gehörten, in der ganzen Provinz herrschte.

In seiner Funktion als stellvertretender Minister im Innenministerium und als Leiter des Departements für öffentliche Sicherheit sorgte Vlastimir Djordjevic dafür, dass die Funktionäre und Einheiten des RJB in Serbien (auch im Kosovo) im Einklang mit den Entscheidungen der anderen Mitglieder der gemeinsamen kriminellen Unternehmung und den Gesetzen und Reglementen von Föderation und Republik handelten. Zu seinen Untergebenen gehörten, ohne Anspruch auf Vollständigkeit, die Angehörigen des serbischen Innenministeriums, territoriale militärische Einheiten, zivile Verteidigungskräfte und andere bewaffnete Gruppen.

Djordjevic wurde am 17. Juni 2007 in Montenegro verhaftet und an das Kriegsverbrechertribunal für Ex-Jugoslawien in Den Haag überstellt.
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  Letztes mal Gesehen :
  Den Haag, Niederlande
  Zeitspanne der Fakten :
 10.1998 - 20.06.1999
  Urteilperiode :
  27.01.2009
  Kategorien :
  Kriegsverbrechen
Verbrechen gegen die Menschlichkeit
  Letzte Änderung des Profils :
  12.03.2010
 
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