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  Marcelo Moren Brito
  Augusto Pinochet Ugarte
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  Augusto Pinochet Ugarte
 "Opération Condor" cauchemar de l'Amérique latine
Le Monde diplomatique, mai 2001
 Bislang höchste Strafe gegen Pinochet-Schergen in Chile
Reuters, 1. Juli 2008
 Personajes General Juan Manuel guillermo Contreras Sepulveda
 Transnational Institute Dossier Orlando Letelier
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Juan Manuel Guillermo Contreras Sepulveda

Kontext : Chile Suchen
Urteilsort : Chile Suchen
Status : Verurteilt
Statusbeschreibung : In mehreren chilenischen Prozessen rechtskräftig verurteilt, zuletzt am 30. Juni 2008; kumulative doppelten lebenslangen Haftstrafe; Prozess in Abwesenheit soll im Mai 2008 in Frankreich beginnen
Funktion : General, Chef der Geheimpolizei unter Pinochet
Fakten VerfahrenSchwerpunkt
1. Verfahren: Der Fall Orlando Letelier

In diesem Fall wird Manuel Contreras angeklagt, den Mord an Orlando Letelier, Ex-Außenminister der Allende-Regierung, am 26. September 1976 in Washington befohlen zu haben.

Contreras wurde am 22. September 1991 verhaftet. Der Prozess gegen ihn wurde am 18. Februar 1993 vor dem Schwurgericht in Santiago eröffnet. Am 13. November 1993 hat ihn dieses Gericht zu 7 Jahren Haft verurteilt. Da Contreras Berufung gegen dieses Urteil eingelegt hatte, kam er gegen eine Kaution wieder auf freien Fuß. Der oberste Strafgerichtshof hob die vom Gericht 1. Instanz ausgesprochene Strafe am 30. März 1995 nicht auf. Contreras anerkannte das Urteil nicht an; er hielt es für politisch motiviert. Die Spannung zwischen Militär und den anderen staatlichen Institutionen wurde stärker. Auch Pinochet, zu dieser Zeit immer noch Oberbefehlshaber der Armee, musste das Urteil des Gerichtshofes hinnehmen, obwohl er selbst den Mord an Letelier vom Anwendungsbereich des Amnestiegesetzes vom 18. April 1978 ausgeschlossen hatte.

Nachdem einem im März 1999 eingereichten Gesuch stattgegeben wurde, wurde Contreras am 24. Januar 2001 auf Bewährung frei gelassen.

Da Contreras in den grausamsten Jahren der Militärdiktatur von Pinochet Chef der DINA war, ist er in zahlreichen Verfahren wegen Verletzung von Menschenrechten verwickelt. Er ist im Januar 2002 unter Hausarrest gestellt worden, weil vier gerichtliche Entscheidungen, u.a. wegen seiner Teilnahme an der Mission „Condor“, anstanden. Derzeit wird er der Mittäterschaft am Mord von Carlos Prats beschuldigt. Prats war vor Pinochet Oberbefehlshaber der Armee. Da er bis zum Schluss Allende treu gewesen war, musste er nach Argentinien ins Exil fliehen, wo er am 30. September 1974 ermordet wurde.


2. Verfahren: Der Fall Miguel Angel Sandoval

In diesem Verfahren soll Contreras für das Verschwinden eines jungen Anhängers der MIR (Bewegung der Revolutionären Linken), Miguel Angel Sandoval – am 7. Januar 1975 von Agenten des DINA festgenommen, gefoltert und dann verschwunden – verantwortlich sein.

Am 16. April 2003 ist Contreras zu 15 Jahren Haft durch den Richter Alejandro Solis verurteilt worden. Am 5. Januar 2004 bestätigte das Berufungsgericht die Schuld von Contreras, setzte seine Strafe aber auf 12 Jahre herab. Es handelte sich dabei um die erste Verurteilung wegen „gewaltsamen Verschleppens von Personen“, begangen während der Militärdiktatur in Chile. Am 17. November 2004 bestätigte der oberste Strafgerichtshof das Urteil des Berufungsgerichts. Am 28. Januar 2005 wurde Contreras nach heftigem Widerstand ins Gefängnis gebracht.


2. Verfahren: Der Fall Diana Frida Aron

Gegen Contreras wurde ebenfalls eine Strafuntersuchung geführt wegen des Verschwindens der Journalistin Diana Frida Aron im Jahr 1974. Er wurde 2003 für schuldig befunden, diese Aktion angeordnet zu haben und zu 15 Jahren Gefängnis verurteilt. Eine Berufung gegen dieses Urteil wurde am 18. Mai 2004 abgelehnt.

Am 1. Juni entschied das Appellationsgericht in Santiago jedoch, dass aufgrund des Amnestiegesetzes die Strafe gegen Contreras und seine vier Mitangeklagten zu erlassen sei. Gegen diese Entscheidung legte die Familie von Diana Aron Berufung.

Am 30. Mai 2006 hob der Corte Suprema den Amnestie-Entscheid auf und bestätigte Contreras erstinstanzliche Verurteilung zu 15 Jahren Gefängnis.


Verfahren im Ausland :

Manuel Contreras hat gegen mehrere Auslieferungsgesuche wegen Verbrechen, die im Rahmen der Operation „Condor“ begangen wurden, Beschwerde eingelegt; keiner Beschwerde wurde statt gegeben:

- die USA wollen seine Auslieferung wegen des Mordes an Orlando Letelier und seiner Sekretärin, einer amerikanischen Staatsbürgerin;
- Argentinien will seine Auslieferung wegen des Mordes an Carlos Prats und seiner Frau;
- Italien will seine Auslieferung wegen des Attentats an Bernardo Leighton (Vizepräsident der Allende-Regierung) am 6. Oktober 1975 in Rom. Ein italienisches Gericht hat Contreras bereits in Abwesenheit zu 18 Jahren Haft verurteilt.

Eine franzoesische Richterin hat ebenfalls gegen Contreras und 16 weitere Offiziere der Militaerjunta Pinochets Haftbefehle erlassen. Dies geschah wegen angeblicher Verantwortlichkeit in den Faellen Alphonse Chanfreau und Jean-Yves Claudet-Fernandez, beide Mitglieder der MIR, die gefoltert und verschleppt worden sein sollen. Bislang sind die chilenischen Behörden dem Auslieferungsgesuch des französischen Richters nicht nachgekommen.

Die franzoesischen Behoerden liessen im Februar 2008 verlauten, dass ab Mai ein Verfahren in Abwesenheit gegen Contreras und 16 weitere Militaerangehoerige der Diktatur Pinochets begonnen werden soll. Sie werden der willkuerlichen Festnahmen, begleitet von Folter und barbarischen Akten" angeklagt, welche zwischen 1973 und 75 begangen worden sein sollen.

Contreras befindet sich seit seinem ersten Schuldigspruch im Januar 2005 in Haft. Seitdem wurde er mehrmals verurteilt. Am 11. Januar 2008 erhielt er 10 Jahre Haftstrafe fuer Kriegsverbrechen (Entfuehrungen).

Am 17. April 2008 wurde er aufgrund des Verschwindenlassens eines politischen Gegners zu 15 Jahren Haft verurteilt, was seine Gesamtstrafe auf mehr als 57Jahre anwachsen liess.

Am 30. Juni 2008 wurde er erneut fuer seine Rolle im Autobomben Attentat 1974 verurteilt, was seine kumulative Haftstrafe zu zweimal lebenslaenglich anwachsen laesst.
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Trial Watch möchte daran erinnern, dass jede von nationalen oder internationalen Behörden verfolgte oder angeklagte Person solange als unschuldig zu gelten hat, bis ein rechtskräftiger Schuldspruch vorliegt.
 Nationalität :
 Chile
 Geburtsdatum :
 04.05.1929
  Letztes mal Gesehen :
  Santiago de Chile, Chile
  Zeitspanne der Fakten :
 11.09.1973
  Kategorien :
  Andere
Folter
Kriegsverbrechen
Verschwindenlassen
  Letzte Änderung des Profils :
  03.07.2008
 
The Condor years
John Dinges
icl
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