english  français  deutsch  | Sitemap | Home

Das Recht im Dienst der Opfer schwerster Verbrechen
  Rene Bousquet
  Maurice Papon
  Paul Touvier
 Arrêt de la chambre criminelle de la cour de cassation
Du 20 décembre 1985 (pdf)
 Le procès Barbie sur le site Histoire
Haben Sie neue Informationen ?
Wollen Sie eine Verbesserung anbringen ?
Klicken sie hier...

Um über Updates zu diesem Profil informiert zu werden, geben Sie hier Ihre E-mail-Adresse ein :

 

 

Mitglied werden

 

 

Spenden

 

 

Website verlinken

Klaus Barbie

Kontext : Besetztes Frankreich Suchen
Urteilsort : Frankreich Suchen
Status : Verurteilt
Statusbeschreibung : Wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu lebenslanger Haft verurteilt
Funktion : Chef der Gestapo in Lyon
Fakten Verfahren
Klaus Barbie wurde 1952 und 1954 in Abwesenheit vom Militärgericht in Lyon zum Tod verurteilt. Vom Gericht werden seine Greueltaten aufgezählt: Folter, Exekutionen, Deportationen, Plünderungen.

Doch Klaus Barbie wurde vom amerikanischen Geheimdienst beschützt, welcher ihn engagiert hatte. Dank dieser Unterstützung gelangte er nach Bolivien und nahm die bolivianische Staatsbürgerschaft an.

Am 5. November 1982 wurde ein Haftbefehl ausgestellt gegen Klaus Barbie, welcher sich mittlerweile Klaus Altmann nannte.

In der Nacht vom 4. auf den 5. Februar 1983 wurde Klaus Barbie von Bolivien via Cayenne nach Frankreich ausgeliefert. Bis zur Eröffnung der Verhandlung gegen ihn blieb er in Lyon in Haft. Das Untersuchungsverfahren dauerte vier Jahre.

In einem wichtigen Urteil hob die Kriminalkammer des Kassationsgerichts am 20. Dezember 1985 den Entscheid der Anklagekammer des Appellationsgerichts Lyon vom 4. Oktober 1985 auf. Damals war das Gericht wegen Verjährung nicht eingetreten auf die Vorwürfe wegen Freiheitsberaubung ohne Urteil, Folter, Deportationen und vorsätzlicher Tötung (gemäss lit. c, d, e, f und g der Aufzählung der Vorwürfe gegen den Angeschuldigten) und hatte die Sache an die Anklagekammer des Appellationsgerichts in Paris zurückgewiesen. Diese Entscheide betreffen hauptsächlich die Frage der Zuständigkeit des Gerichts für die Beurteilung der Taten von Klaus Barbie, der 30 Jahre früher bereits verurteilt wurde. Sie sind daher vor allem aus prozessrechtlicher Sicht von Interesse, ohne auf materielle Aspekte einzugehen.

Am 12. Mai 1987 wurde schliesslich der Prozess gegen Klaus Barbie vor dem Geschworenengericht Rhône eröffnet.

Wegen Verjährung konnten die Kriegsverbrechen von Klaus Barbie nicht mehr gerichtlich beurteilt werden. Die unverjährbaren Verbrechen gegen die Menschlichkeit, seit 1964 in die französische Rechtsordnung integriert, konnten hingegen weiterhin Gegenstand eines Verfahrens sein.

Die Anklage gegen Barbie betrifft drei Sachverhalte:
- die Razzia vom 9. Februar 1943 bei der UGIF
- die Razzia von Izieu vom 6. April 1944
- die Deportation im Konvoi vom 11. August 1944

Nach 36 Verhandlungstagen zogen sich die Geschworenen zur Urteilsberatung zurück.

Barbie wurde ohne Berücksichtigung mildernder Umstände schuldig gesprochen, 17 Verbrechen gegen die Menschlichkeit begangen zu haben und wurde am 4. Juli 1987 zu lebenslanger Haft verurteilt.

Klaus Barbie starb am 25. September 1991 im Gefängnis.
Druck  Senden einem Freund  Fügen sie meinen Bookmark  
Trial Watch möchte daran erinnern, dass jede von nationalen oder internationalen Behörden verfolgte oder angeklagte Person solange als unschuldig zu gelten hat, bis ein rechtskräftiger Schuldspruch vorliegt.
 Nationalität :
 Germany
 Geburtsdatum :
 25.10.1913
  Letztes mal Gesehen :
  Lyon, Frankreich (1991 in Haft gestorben)
  Zeitspanne der Fakten :
 11.1942 - 08.1944
  Urteilperiode :
  12.05.1987 - 04.07.1987
  Kategorien :
  Verbrechen gegen die Menschlichkeit
  Letzte Änderung des Profils :
  08.03.2010
 
Archives d'un procès, Klaus Barbie
Bernard-Henri Lévy
Barbie, Touvier, Papon : Des procès pour la mémoire
Denis Salas, Jean-Paul Jean
Chronique du procès Barbie
Paul Gauthier
Remembering in Vain: The Klaus Barbie Trial and Crimes Against Humanity
Alain Finkielkraut
icl

 

 

Das Projekt TRIAL WATCH wurde finanziell unterstützt von der Loterie Romande und der Stadt Genf.
Copyrights © 2010 trial-ch.org. All rights reserved - DB Engineering: J. Bédat, Design: X. Righetti - Rechtliche Hinweise