  |  |  |  | Ali Mohammed Ali Abd-Al-Rahman |  | | Kontext : | Darfur  | | Urteilsort : | IStGH  | | Status : | Gesucht - Haftbefehl | | Statusbeschreibung : | Seit November 2006 im Sudan inhaftiert, der Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit angeklagt; Haftbefehls am 2. Mai 2007 durch den Internationalen Strafgerichtshof erlassen, Interpol veröffentlichte am 19. September 2007 eine 'Rote Notiz' gegen ihn; am 1. Oktober 2007 wegen Mangel an Beweisen von der sudanesischen Regierung freigelassen | | Funktion : | Milizenführer | |
|  | |  | Ali Kushayb ist ca. 50 Jahre alt. Sein Vater stammt vom Taisha-Stamm in West-Darfur, seine Mutter aus dem südlichen Sudan. Er ist einer der höchsten Stammesführer in Wadi Salih (Gebiet in West-Darfur) und kontrolliert in dieser Funktion die Gegenden im Norden von Garsila und Deleig und im Süden die Region rund um die Stadt Mukjar bis zur Grenze des Tschad und im Südosten bis nach Shattaya in der Kass-Region. Zur Zeit der Ereignisse, auf die sich der Ankläger bezieht, soll Kushayab tausende von Janjaweed-Milizen kommandiert haben. In den Milizenstrukturen hat er den Rang eines "Aqid al Oqadá”, eines „Oberst der Obersten“ (Colonel of Colonels) inne und war auch als "Emir der Mujahideen", also als “Führer der religiösen Kämpfer” bekannt.
Ungefähr im August 2003 erhielt er formell eine Position in der Armee und stellte sich anderen Militärs jeweils als Mitglied der Popular Defence Force vor (PDF, eine paramilitärische Reserveeinheiten der Streitkräfte, die generell beschrieben wird als Bürgerwehr mit militärischem Training).
Gemäss Beweismaterial des Anklägers befahl Ali Kushayb den Janjaweed-Milizen und den Streitkräften zahlreiche kriminelle Handlungen gegenüber der Zivilbevölkerung, darunter Massenvergewaltigungen und andere sexuelle Übergriffe, Morde, Folter, unmenschliche Handlungen, Plünderungen von Wohnhäusern und Märkten und Zwangsumsiedlungen.
Die vom Ankläger genannten Verbrechen wurden während der Angriffe auf die Dörfer und Städte Kodoom, Bindisi, Mukjar und Arawala in West-Darfur zwischen August 2003 und März 2004 ausgeführt. |  | mehr... |  | Trial Watch möchte daran erinnern, dass jede von nationalen oder internationalen Behörden verfolgte oder angeklagte Person solange als unschuldig zu gelten hat, bis ein rechtskräftiger Schuldspruch vorliegt. |  |  |  | | Alias : | | | Ali Kushayb |  | | Letztes mal Gesehen : | | | Sudan |  | | Kategorien : | | | Kriegsverbrechen Verbrechen gegen die Menschlichkeit |  | | Letzte Änderung des Profils : | | | 02.02.2008 |
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