english  français  deutsch  | Sitemap | Home

Das Recht im Dienst der Opfer schwerster Verbrechen
  Alphonse Higaniro
  Julienne Mukabutera
  Vincent Ntezimana
 Synthèse de l'acte d'accusation
Compte-rendu d'audience: 18 avril 2001 (en français)
 Bibliography of the Rwandan Genocide
Wikipedia
 Le génocide rwandais: comment il a été préparé
Human Rights Watch, avril 2006
 The Rwandan Genocide - How It Was Prepared
Human Rights Watch, April 2006
Haben Sie neue Informationen ?
Wollen Sie eine Verbesserung anbringen ?
Klicken sie hier...

Um über Updates zu diesem Profil informiert zu werden, geben Sie hier Ihre E-mail-Adresse ein :

 

 

Mitglied werden

 

 

Spenden

 

 

Website verlinken

Consolata Mukangango

Kontext : Ruanda Suchen
Urteilsort : Belgien Suchen
Status : Verurteilt
Statusbeschreibung : 15 Jahre Zuchthaus
Funktion : Benediktiner-Schwester
FaktenVerfahrenSchwerpunkt
Die beiden Benediktiner-Schwestern Gertrud und Maria Kisito (Julienne Mukabutera) wurden verantwortlich gemacht, an den Massakern von über 7600 Menschen im Kloster Sovu in Butare beteiligt gewesen zu sein. Schwester Gertrud war die Oberin des Klosters.

Ab dem 17. April 1994 suchten zahlreiche Flüchtlinge Unterschlupf im Kloster. Sie konnten in vier Gruppen eingeteilt werden: Pilger, die Familien einiger Tutsi-Schwestern, das Personal mit Familien und schliesslich die Flüchtlinge. Letztere wurden auf Geheiss Schwester Gertruds in das ans Kloster angeschlossene Gesundheitszentrum verbracht, um so die Aktivitäten des Klosters nicht zu stören und keine Zerstörung der Gebäude zu riskieren. Sie verweigerte den Flüchtlingen die Nahrung, obwohl genug davon an Lager gewesen wäre.

Am 19. April 1994 hielten der interimistische Präsident Ruandas und andere Mitglieder der Regierung flammende Reden, worin sie die Hutus zu weiteren Massakern an den Tutsis aufriefen. In der Folge hat sich das Schlachten in der Region Butare verstärkt.

Die beiden Schwestern hatten gute Kontakte mit dem Chef der Miliz, Emmanuel Rekeharo. Er hat den beiden Schwestern mitgeteilt, dass das Gesundheitszentrum angegriffen werden sollte. Darauf hätten die beiden beruhigt reagiert. Die Massaker haben am 22. April 1994 tatsächlich begonnen. Sie haben in drei Wellen stattgefunden.

Das Gesundheitszentrum wurde von Interahamwe-Milizen und der Hutu-Bevölkerung attackiert. Im Verlaufe des Massakers haben 500 bis 700 Flüchtlinge in der Garage des Zentrums Zuflucht gesucht. Die Angreifer entschieden, sie bei lebendem Leib zu verbrennen. Zu diesem Zweck haben die Schwestern Gertrud und Kisito eigens Benzinkanister herangeschleppt. Schwester Kisito hat dann auch Benzin ausgeschüttet und die Garage in Brand gesetzt. An diesem Tag haben im Kloster bis zu 7000 Menschen den Tod gefunden. Schwester Kisito hat anhand von Listen kontrolliert, ob auch alle darauf aufgeführten Personen umgebracht wurden.

Drei Tage später kam Rekeharo mit seinen Männern zurück. Die beiden Schwestern erklärten ihm unter dem Vorwand, sie hätten nicht genügend Nahrungsmittel für alle, sie wollten die restlichen Flüchtlinge loswerden. Schwester Gertrud bewegte die Flüchtlinge dazu, das Kloster zu verlassen. Dabei kamen um die 600 Personen ums Leben, einzig die Familienangehörigen der Tutsi-Schwestern des Klosters wurden verschont.

Es verblieben noch 30 Flüchtlinge im Kloster. Schwester Gertrud übte starken Druck auf die anderen Schwestern aus, damit diese die Flüchtlinge auslieferten, um so ihre eigenen Leben zu retten. Am 6. Mai holte sie den Bürgermeister des Dorfes. Er war begleitet von bewaffneten Polizisten und Interahamwe-Milizen, welche die letzen Flüchtlinge massakrierten.

Am 1. Juli 1994 wurde das Kloster evakuiert. Über Zaire und Frankreich kamen die Schwestern ins Kloster Maredret in Belgien. Ordensobere und Schwester Gertrud übten Druck auf andere Schwestern aus, welche sich anschuldigend über die Ereignisse im Kloster Sovu äusserten. Einige Schwestern wurden wegen der belastenden Aussagen sogar in andere Klöster versetzt.
Druck  Senden einem Freund  Fügen sie meinen Bookmark    mehr...
Trial Watch möchte daran erinnern, dass jede von nationalen oder internationalen Behörden verfolgte oder angeklagte Person solange als unschuldig zu gelten hat, bis ein rechtskräftiger Schuldspruch vorliegt.
 Nationalität :
 Rwanda
 Geburtsdatum :
 15.08.1958
  Alias :
  Soeur Gertrude
  Letztes mal Gesehen :
  Belgien
  Zeitspanne der Fakten :
 17.04.1994 - 07.05.1994
  Urteilperiode :
  17.04.2001 - 08.06.2001
  Kategorien :
  Kriegsverbrechen
  Letzte Änderung des Profils :
  12.11.2009
 
RWANDA – The MP3 complete collection : Un génodice oublié? (A Forgotten Genocide?)
Laure de Vulpian
Rwanda. Un génocide oublié ? Un procès pour mémoire (coffret de 4 CD)
Laure de Vulpian
Rwanda. Un génocide oublié ? Un procès pour mémoire (livre, Editions Complexe)
Laure de Vulpian
Aucun témoin ne doit survivre : Le génocide au Rwanda
Alison Des Forges et al.
Conspiracy to murder
Linda Melvern
Kein Zeuge darf überleben
Alison Des Forges et al.
Leave None to Tell the Story: Genocide in Rwanda
Alison Des Forges et al.
icl

 

 

Das Projekt TRIAL WATCH wurde finanziell unterstützt von der Loterie Romande und der Stadt Genf.
Copyrights © 2010 trial-ch.org. All rights reserved - DB Engineering: J. Bédat, Design: X. Righetti - Rechtliche Hinweise