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Das Recht im Dienst der Opfer schwerster Verbrechen
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Emilio Eduardo Massera

Kontext : Argentinien Suchen
Urteilsort : Argentinien Suchen
Status : Verurteilt
Statusbeschreibung : Verurteilt, amnestiert, angeklagt
Funktion : Ehemaliger Oberbefehlshaber der Marine
FaktenVerfahrenKontext
Am 19.10.1925 wurde Emilio Eduardo Massera in Parana/Argentinien geboren. Zwischen Februar 1942 und Dezember 1946 besuchte er die Militärakademie. Danach setzte er sein Studium am „Interamerican Defense College“ in Washington fort. Dort gründete er auch die Gruppe „Krieg gegen Staatsfeinde“. Er wurde zunächst zum Kommandant des „Fregattenschiffs ARA Libertad“ berufen, später dann zum Kommandant der ganzen Flotte. In der letzten Amtszeit von Präsident Peron wurde Massera am 23.08.1974 zum Admiral und damit zum Oberbefehlshaber der Marine ernannt. Er blieb bis September 1978 in diesem Amt.

Am 24.04.1976 putschte sich eine Militärjunta unter Führung von Jorge R. Videla an die Macht, die Argentinien bis zum 10.12.1983 regieren sollte. Ihr gehörten in erster Linie Videla, Emilio E. Massera als Oberbefehlshaber der Marine und der Kommandant der Flugstreitkräfte - Brigadegeneral Ramon Agosti - an. Am 16.09.1978 schied Massero aus der Militärjunta aus.

In dieser Zeit des sog. „schmutzigen Krieges“ hatte die argentinische Militärführung nur ein Ziel: Das ganze Land sollte von den Guerillas und deren Anhänger, die die Militärjunta als „staatsfeindliche Intellektuelle“ bezeichnete, gesäubert werden. Das gleiche galt für die von der Militärjunta als „Terroristen“ bezeichneten Gruppe von Menschen, die „mit der westlichen und christlichen Welt nicht in Einklang stehenden Ideen“ verbreiteten.
Im Laufe dieser Jahre wurden zwischen 10.000 und 30.000 Menschen ermordet oder verschwanden auf mysteriöse Art und Weise. Gleichzeitig flüchteten an die 500.000 Regimegegner ins Exil.

Zeitgleich sind mehrere hundert geheime Gefangenenlager entstanden; darunter auch die berühmt berüchtigte „Escuela Superior de Mecancia de la Armande“ (ESMA) in Buenos Aires. Emilio Massera war dort verantwortlicher Offizier. Systematisch wurde in der ESMA gefoltert. Viele der dort Gefangenen wurden auch ermordet oder verschleppt. Den jungen schwangeren Frauen wurden sofort nach der Geburt ihre neugeborenen Kinder weggenommen und in kinderlose Familien der Militärs gegeben. Die Papiere der Kinder wurden später gefälscht.

Nach dem Sturz der regierenden Militärdiktatur und der Einleitung eines Demokratisierungsprozesses wählte die argentinische Bevölkerung 1983 Raul Alfonsin zum Präsidenten. Alfonsin gehörte der radikalen UCR Partei an.
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Trial Watch möchte daran erinnern, dass jede von nationalen oder internationalen Behörden verfolgte oder angeklagte Person solange als unschuldig zu gelten hat, bis ein rechtskräftiger Schuldspruch vorliegt.
 Nationalität :
 Argentina
 Geburtsdatum :
 19.10.1925
  Zeitspanne der Fakten :
 24.03.1976 - 16.09.1978
  Kategorien :
  Folter
Genozid
Verbrechen gegen die Menschlichkeit
Verschwindenlassen
  Letzte Änderung des Profils :
  18.02.2010
 
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