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Das Recht im Dienst der Opfer schwerster Verbrechen
 Biography of Gonzalo Sánchez de Lozada
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 BOLIVIA - Crisis and Justice : Days of violence in February and October 2003
AI Reports on BOLIVIA - Crisis and Justice : Days of violence in February and October 2003
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Gonzalo Sanchez de Lozada

Kontext : Bolivien Suchen
Urteilsort : Bolivien Suchen
Status : Laufender Prozess
Statusbeschreibung : 2005 angezeigt wegen Völkermords; Prozess in Abwesenheit begann am 18. Mai 2009
Funktion : Früherer Präsident Boliviens
FaktenVerfahrenSchwerpunkt
Gonazalo Sanchez de Lozada wurde am 1. Juli 1930 in La Paz (Bolivien) geboren. Von 1993 bis 1997 und 2002 bis 2003 war er Präsident Boliviens.

Sein Vater war wegen eines Militärputsches in die USA geflohen. Nach seinem Studium kehrte Gonazalo Sanchez de Lozada nach Bolivien zurück, wo er sodann Kinematographie studierte, und später zur Photographie, zur Minenkonstruktion und schliesslich zur Politik fand.

Nach einer ersten Präsidentschaft von 1993 bis 1997 wurde Gonazalo Sanchez de Lozada als Kandidat des „Movimiento Nacionalista Revolucionario“ (MNR) am 6. August 2002 erneut zum Präsidenten Boliviens gewählt.

Im Februar 2003 löste die Ankündigung von Sanchez de Lozada, eine direkte Einkommenssteuer einzuführen, Demonstrationen und einen Polizeistreik aus. Dies führte in La Paz am 12. und 13. Februar 2003 zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Mitgliedern der Polizei, Zivilisten und der Armee. Berichten zufolge wurden Scharfschützen eingesetzt. Die Vorfälle forderten über 30 Tote und noch mehr Verletzte.

Das Ausbleiben einer unabhängigen richterlichen Untersuchung der Vorfälle vom 12. und 13. Februar 2003 verstärkte zusätzlich die Ablehnung der Regierung von Präsident Sanchez de Lozada. Eine von der Organisation der Amerikanischen Staaten (OAS) einberufene Untersuchungskommission veröffentlichte im Mai 2003 einen Bericht über die Vorfälle.

Im September/ Oktober 2003 währte in Bolivien der sogenannte „Erdgas-Krieg“: Nachdem Sanchez de Lozada mit den US-Amerikanischen Ölfirmen eine Vereinbarung über den Verkauf und Export von Erdgas über Chile getroffen hatte, kam es insbesondere in La Paz und El Alto im September 2003 zu Massendemonstrationen. Diese führten zum sog. „schwarzen Oktober“ mit mindestens 80 durch die Polizei Getöteten und mehr als 400 Verletzten. Diese Zahlen wurden von der Asamblea Permanente de Derechos Humanos de Bolivia, einer bolivianischen Menschenrechtsorganisation, herausgegeben und schließt Frauen wie Kinder ein. Präsident Sanchez de Lozada zog daraufhin die Vereinbarung mit den amerikanischen Firmen zurück.

Am 13. Oktober 2003 wurde Sanchez de Lozada zum Rücktritt gezwungen und ging ins Exil in die USA. Carlos Mesa, bis dahin Vizepräsident, übernahm das Präsidentenamt.
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Trial Watch möchte daran erinnern, dass jede von nationalen oder internationalen Behörden verfolgte oder angeklagte Person solange als unschuldig zu gelten hat, bis ein rechtskräftiger Schuldspruch vorliegt.
 Nationalität :
 Bolivia
 Geburtsdatum :
 01.07.1930
  Letztes mal Gesehen :
  La Paz, Bolivien
  Zeitspanne der Fakten :
 02.2003 - 10.2003
  Urteilperiode :
  18.05.2009
  Kategorien :
  Andere
Genozid
  Letzte Änderung des Profils :
  18.02.2010
 
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