  |  | | Live Aid: "Heiliger Bob" in Not - Die Presse 11.03.2010 Bob Geldof wehrt sich gegen die Vorwürfe, er habe 1985 Teile der Live-Aid-Spenden missbräuchlich an äthiopische Rebellen weitergegeben: "Dafür gibt es nicht einmal den Funken ... |
|  |
  |  |  |  | Mengistu Haile Mariam |  | | Kontext : | Aethiopien  | | Urteilsort : | Äthiopien  | | Status : | Verurteilt | | Statusbeschreibung : | Von den äthiopischen Behörden gesucht, auf der Flucht in Zimbabwe; am 12. Dezember 2006 in Abwesenheit des Völkermordes schuldig gesprochen; am 11. Januar 2007 zu lebenslanger Haft verurteilt; Urteil am 26. Mai 2008 durch das Oberste Bundesgericht Aethiopiens in die Todesstrafe umgewandelt | | Funktion : | Staatschef | |
|  | |  | Mariam Mengistu Hailé wurde 1937 in Walayta, Äthiopien, geboren. Sein Vater war Soldat und seine Mutter eine Bedienstete. Mengistu trat schon in jungen Jahren der Armee bei und absolvierte 1966 die Militärakademie.
Er war einer der Offiziere, die 1974 den Herrscher Hailé Selassié stürzten. Dieser Staatsstreich wurde von der Derg, einer marxistischen Revolutionsjunta, durchgeführt, die daraufhin die Macht übernahm. 1977 wurde Mengistu Staatschef und unangefochtener Anführer der Derg.
Die Jahre seiner Macht waren geprägt von einem totalitären Regierungsstil und einer - insbesondere von der UdSSR unterstützten - massiven Militarisierung des Landes. Von 1977 bis 1978 wurden zehntausende von vermeintlichen Gegnern der Derg im Rahmen einer grossen Säuberung, « roter Terror » genannt, gefoltert und umgebracht.
Während Mengistus Regierungszeit war das Land von grossen Dürreperioden und einer schrecklichen Hungersnot in den Jahren 1984-1985 betroffen. Ferner brachen in der nördlichen Provinz Eritrea Aufstände auf, und die Provinz wurde 1993 unabhängig. Die erithreiischen Rebellen stürmten 1991 die Hauptstadt Addis Abeba und stürzten die Regierung der Derg.
Mengistu floh mit viel anderen Derg-Mitgliedern zuerst in Richtung Kenya, dann Zimbabwe. Er erhielt in Zimbabwe politisches Asyl und lebt seither da, trotz der Versuche Äthiopiens, seine Auslieferung zu erwirken.
Während seiner siebzehnjährigen Herrschaft wurden unzählige Menschenrechtsverletzungen begangen: 1974 der Mord an sechzig wichtigen Persönlichkeiten aus dem Umfeld des Kaisers, die Hinrichtung von hunderten von jungen Menschen kurz vor den Festlichkeiten des 1. Mai 1975 und 1976, die Kampagne des « roten Terrors » von 1977 bis 1979, die tausenden von Regierungsgegnern das Leben kostete, die erzwungene Migration von Hunderttausenden von Bauern in den achtziger Jahren, der Einsatz von Napalm- und Splitterbomben gegen Zivilisten in den Regionen der Rebellen und der Rückgiff auf Hungersnot als Mittel der Kriegsführung.
Nach Schätzungen ist die Derg verantwortlich für den Tod von über einer halben Million Zivilisten. Nach anderen Quellen ist die Zahl der Opfer sogar um einiges höher. |  | mehr... |  | Trial Watch möchte daran erinnern, dass jede von nationalen oder internationalen Behörden verfolgte oder angeklagte Person solange als unschuldig zu gelten hat, bis ein rechtskräftiger Schuldspruch vorliegt. |  |  |  | | Letztes mal Gesehen : | | | Zimbabwe |  | | Zeitspanne der Fakten : | | | 12.09.1974 - 28.05.1991 |  | | Urteilperiode : | | | 13.12.1994 |  | | Kategorien : | | | Genozid Kriegsverbrechen Verbrechen gegen die Menschlichkeit |  | | Letzte Änderung des Profils : | | | 08.12.2009 |
|  |
 | |  |
|
|