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Morris Kallon

Kontext : Sierra Leone Suchen
Urteilsort : Sondergericht Sierra Leone Suchen
Status : Laufender Prozess
Statusbeschreibung : Der Prozess vor dem Spezialgericht in Sierra Leone begann am 5. Juni 2004; die Verteidigung beendete ihren Prozess am 25. Juni 2008; abschliessende Bemerkungen sind fuer den 4. und 5. August 2008 vorgesehen
Funktion : Militärischer Kommandant der RUF
FaktenVerfahrenSchwerpunkt
Morris Kallon, bekannt als Bilai Karim, wurde am 1. Januar 1964 in Bo, Distrikt Bo, in Sierra Leone geboren.

Kallon soll Kommandant in der RUF (Revolutionary United Front), in der Junta sowie in den Streitkräften der RUF/AFRC (Armed Forces Revolutionary Council) gewesen sein.

Gemäss der Anklageschrift soll Kallon zwischen Mai 1996 und April 1998 Vizeregionalkommandant und von April 1998 bis Dezember 1999 Kriegsfeldinspektor der RUF gewesen sein.

Unter dem Juntaregime soll er Mitglied ihres Führungskorps gewesen sein.

Im Jahre 2000 soll er Kommandant der Streitkräfte der RUF geworden sein. Dabei soll er nur dem Kriegsfeldkommandanten, Issa Hassan Sesay, dem Führer der RUF, Foday Sankoh, sowie dem Führer des AFRC, Johnny Paul Koroma unterstellt gewesen sein.

Seit 2001 soll er den Grad des Kriegsfeldkommandanten innehaben.

Kallon soll, persönlich oder gemeinsam mit anderen Führungskräften der RUF und des AFRC, die Kontrolle, die Obrigkeit und das Kommando über alle Unterstellten der RUF, der Junta und der Streitmacht der RUF/AFRC ausgeübt haben.

Während des von der Angklageschrift angesprochenen Zeitraums sollen die RUF und der AFRC gemeinsam, auf oder unter Kallons Befehl, bewaffnete Angriffe auf dem Gebiete Sierra Leones durchgeführt haben. Die hauptsächlichen Ziele dieser Angriffe waren die Zivilbevölkerung, humanitäre Hilfsorganisationen sowie Friedenstruppen der UNO. Diese Angriffe sollen mit dem Ziel verübt worden sein, die Bevölkerung zu terrorisieren, oder sie für die ungenügende Unterstützung der Allianz RUF/AFRC zu bestrafen.

Diese Angriffe sollen Tote gefordert haben, sowie physische (insbesondere Verstümmelungen) und sexuelle Gewalt gegenüber den Zivilisten und Plünderungen umfasst haben

Während diesen Terrorkampagnen soll die Allianz häufig Frauen und junge Mädchen entführt haben, um sie zu vergewaltigen und sie zu Sexsklavinnen zu machen. Entführte Männer und junge Knaben sollen zur Zwangsarbeit genötigt worden sein und zahlreiche Kinder sollen entführt worden sein, um sie als Soldaten im Konflikt einzusetzen.
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Trial Watch möchte daran erinnern, dass jede von nationalen oder internationalen Behörden verfolgte oder angeklagte Person solange als unschuldig zu gelten hat, bis ein rechtskräftiger Schuldspruch vorliegt.
 Nationalität :
 Sierra leone
 Geburtsdatum :
 01.01.1964
  Alias :
  Bilai Karim
  Urteilperiode :
  05.06.2004
  Kategorien :
  Kriegsverbrechen
Verbrechen gegen die Menschlichkeit
  Letzte Änderung des Profils :
  03.07.2008
 
icl
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