Er wurde 1936 zum Staatsrat im Büro für Mandschurische Angelegenheiten ernannt. Zwischen 1937 und 1944 bekleidete er verschiedene Posten im japanischen Finanzministerium, darunter den des Finanzministers im Kabinett Konoye und in den Tojo-Kabinetten (letzteren von 1941 bis 1944 ). In diesen Positionen nahm er angeblich an der Ausarbeitung der aggressiven Politik Japans teil, ferner an der finanziellen, ökonomischen und industriellen Vorbereitung Japans für die Ausführung dieser Politik.
Okinori Kaya war auch für verschiedene andere Aufgaben in verschiedenen Vereinigungen verantwortlich. So war er u.a. Präsident der Nord-China-Entwicklungsgesellschaft. Er wird beschuldigt, aus dieser Position persönliche Vorteile gezogen und ferner den Drogenschmuggel in China erleichtert zu haben.
Er wurde 1945 verhaftet um vor das Internationalen Militärtribunal für den Fernen Osten gebracht.
Trial Watch möchte daran erinnern, dass jede von nationalen oder internationalen Behörden verfolgte oder angeklagte Person solange als unschuldig zu gelten hat, bis ein rechtskräftiger Schuldspruch vorliegt.