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 Argentine : la chute d’un tortionnaire
L'humanité, 5 juillet 2003
 Argentine : sale temps pour les tortionnaires
L'humanité, le 28 juillet 2003
 Argentine faces Spanish justice
BBC News, 29 June 2003
 Cavallo in Spain to stand trial
CNN, 29 June 2003
 Flight into Danger: How a Suspected Torturer Was Snared in a Landmark for Human Rights
The Independent, 30 June 2003
 Dirty War
Wikipedia free encyclopedia
 Texto completo de la sentencia declarando la nulidad de las leyes de impunidad y ratificando condena por crímenes contra la humanidad
14 June 2005
 The National Commission on the Disappeared (CONADEP)
The Vanished Gallery
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Ricardo Miguel Cavallo

Urteilsort : Argentinien Suchen
Status : Angeklagt
Statusbeschreibung : Im Mai 2003 von Mexiko an Spanien ausgeliefert; in Spanien wegen Völkermord und Terrrorismus angeklagt; am 31. Maerz 2008 nach Argentinien ausgeliefert
Funktion : Offizier (Hauptmann einer Korvette)
FaktenVerfahren
1976 integrierte der Marineoffizier (Hauptmann einer Korvette [Kriegsschiffe]) die ESMA (Hochschule für Mechanik der argentinischen Armee) ins Gefüge der Aktionsgruppe 332, welche in Verhören, Folter und «Todesflügen» spezialisiert war. Während letzteren wurden Regimegegner aus einem Hubschrauber in die Gewässer des Rio Plata oder aus einem Flugzeug in die küstennahen Gewässer geworfen. Das schicke Gebäude der Schule, an einer der prachtvollsten Strassen von Buenos Aires gelegen, war das neuralgische Zentrum der Unterdrückung von Tausenden von Studenten, Lehrern, Anwälten und Gewerkschaftern zwischen 1976 und 1983.

Gemäss einem Bericht der argentinischen Wahrheitskommission von 1984 verschwanden während dieser Periode 8'961 Menschen. Zahlreiche Berichte von Nicht-Regierungs-Organisationen berufen sich auf 30'000 Verschwundene und 9'000 gefolterte Menschen.

Gemäss Richter Garzón wird Ricardo Miguel Cavallo angeklagt, am Verschwinden von 227 Personen beteiligt gewesen zu sein, an Folterhandlungen an 110 Personen sowie am Kidnapping von 16 Babys, welche ihren inhaftierten Müttern weggenommen wurden. Die Untersuchung des Richters zeigt ebenfalls die Fälle von 248 entführten, gefangen gehaltenen und schliesslich freigelassenen Personen auf.

Die französische Justiz ihrerseits hat die Untersuchung über das Verschwinden von 15 französischen Staatsbürgern eröffnet, insbesondere der Schwestern Léonie Duquet und Alice Domont von 1977, als Cavallo an der ESMA seines Amtes waltete. Zur Zeit der Einleitung dieser Untersuchung lebte Cavallo unter falschem Namen in Mexiko.

Ricardo Miguel Cavallo zog 1984 nach Mexiko, nachdem er drei Jahre lang Militärattaché der argentinischen Botschaft in Paris gewesen war, wo er das Büro für Fahrzeugzulassungen geleitet hatte. 1986, beim Fall der letzten Militärjunta, lässt sich Cavallo von der Armee pensionieren und bildet sich weiter. Im Oktober 1999 erhält er eine Aufenthaltsbewilligung und eine Arbeitserlaubnis in Mexiko, wo eine mit seinem argentinischen Unternehmen Talsud und mit Gemplus Industriel (Frankreich) verbundene Gesellschaft vom Handels- und Industrieentwicklungsministerium die Konzession zur Immatrikulation von Fahrzeugen und zur Organisation des nationalen Fahrzeugregisters erhält, dies im Zusammenhang mit dem Kampf gegen die Korruption und den Schmuggel.

Cavallo wurde am 24. August 2000 in Mexiko verhaftet und am 28. Juni 2003 von den mexikanischen Behörden in ein Flugzeug der spanischen Luftwaffe an Spanien ausgeliefert.
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Trial Watch möchte daran erinnern, dass jede von nationalen oder internationalen Behörden verfolgte oder angeklagte Person solange als unschuldig zu gelten hat, bis ein rechtskräftiger Schuldspruch vorliegt.
  Alias :
  Miguel Angel Cavallo, alias 'Sérpico', Todesengel
  Letztes mal Gesehen :
  Argentinien
  Kategorien :
  Folter
Genozid
  Letzte Änderung des Profils :
  01.04.2008
 
RICARDO CAVALLO GENOCIDIO Y CORRUPCION EN AMERICA LATINA
José Valès
icl

 

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