   |  | | Signale aus dem Tal - Der Tagesspiegel Online 05.10.2008 Gebannt schaut Artur Boehlke immer wieder auf den großen Bildschirm vor seinem Schreibtisch. ?Da müssten zum Ende des Renntages 260 000 Euro an Wettumsatz stehen?, sagte der ... |
|  |
  |  |  |  | Emmanuel Constant |  | | Kontext : | Haiti  | | Urteilsort : | Haiti  | | Status : | Verurteilt | | Statusbeschreibung : | Verurteilt in absentia wegen Mordes aufgrund seiner Rolle im Massaker von Raboteau | | Funktion : | Generalsekretär der paramilitärischen Organisation FRAPH (Front Révolutionnaire Armé pour le Progrès d’Haïti) | |
|  | |  | Nach Haitis erster friedlichen Machtübergabe im Jahre 1996 wurde für kurze Zeit eine verfassungsmässige Ordnung geschaffen: die haitische Justiz führte Untersuchungen bezüglich der durch das militärische Regime begangenen Menschenrechtsverletzungen durch. Constant war gemäss haitischem Strafgesetzbuch angeklagt der kriminellen Verschwörung und Unredlichkeit. Als Urheber und/oder Mitschuldiger des Massakers von Raboteau wurde er ebenfalls angeklagt des Mordes und des versuchten Mordes, der tätlichen Beleidigung und Körperverletzung, unrechtmässigen Festnahme und Verhaftung von Personen, gefolgt von Folter, Plünderung sowie des Diebstahls, der Beschädigung und Zerstörung von Eigentum und der Verbrechen und Vergehen gegen die Verfassung.
Am 16. November 2000 verurteilte ein erstinstanzliches haitisches Gericht Constant in absentia wegen Mordes aufgrund seiner Rolle im Massaker von Raboteau, eines von militärischen/paramilitärischen Streitkräften geführten Angriffes gegen die Zivilbevölkerung. Der Prozess stützte sich auf Theorien über die Verantwortung und Mitschuld der Mitglieder der Kommandogewalt. Das Gericht war der Meinung, dass die Unterdrückung der Zivilbevölkerung systematisch und landesweit durchgeführt worden war. Es wurde besonders erwähnt, dass Gonaïves, und insbesondere Raboteau, in den Jahren nach dem Putsch Zielscheibe der Repression gewesen war und dass die Führerschaft sich dessen wohl bewusst gewesen war. Auch war das Gericht der Ansicht, dass der Angriff geplant und vom nationalen Militär und von zivilen Führern vertuscht worden sei.
Emmanuel Constant wurde vom Gericht zu lebenslanger Zwangsarbeit verurteilt. Verurteilte, die sich ergeben oder festgenommen werden, haben gemäss haitischem Strafprozessgesetz das Recht auf Eröffnung eines neuen Verfahrens. Das Gericht erliess ebenfalls ein Zivilurteil zu Lasten der Angeklagten. Danach soll den Opfern Schadenersatz von 1 Milliarde gourdes (ca. 43 Mio. US$) bezahlt werden. |  | mehr... |  | Trial Watch möchte daran erinnern, dass jede von nationalen oder internationalen Behörden verfolgte oder angeklagte Person solange als unschuldig zu gelten hat, bis ein rechtskräftiger Schuldspruch vorliegt. |  |  |  | | Nationalität : | | | Haiti |  | | Geburtsdatum : | | | 27.12.1956 |  | | Alias : | | | Toto |  | | Letztes mal Gesehen : | | | Queens, New York |  | | Zeitspanne der Fakten : | | | 09.1991 - 09.1994 |  | | Urteilperiode : | | | 10.2000 - 16.11.2000 |  | | Kategorien : | | | Folter Verbrechen gegen die Menschlichkeit |  | | Letzte Änderung des Profils : | | | 26.05.2008 |
|  |
 | |  |
|
|