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  Philippe Biamby
  Raoul Cédras
  Joseph Michel François
 Articles on the Raboteau Massacre Trial and its consequences
Institute for Justice and Democracy in Haiti
 Haiti: Obliterating justice, overturning of sentences for Raboteau massacre by Supreme Court is a huge step backwards
Amnesty International, May 26, 2005
 Justice in Haiti: The Raboteau Trial
The Human Rights Databank
 Deutsche spielen weniger Lotto - Der Spiegel
05.12.2008
Vom Millionengewinn zu träumen ist schön, sparen ist besser: So halten es die Deutschen in Zeiten der Finanzkrise mit dem Lotto. Die Spieleinsätze sind in diesem Jahr um zwölf ...
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Emmanuel Constant

Kontext : Haiti Suchen
Urteilsort : Haiti Suchen
Status : Verurteilt
Statusbeschreibung : Verurteilt in absentia wegen Mordes aufgrund seiner Rolle im Massaker von Raboteau
Funktion : Generalsekretär der paramilitärischen Organisation FRAPH (Front Révolutionnaire Armé pour le Progrès d’Haïti)
Fakten VerfahrenSchwerpunkt
Der Raboteau Massaker-Prozess in Haiti stellte eine bedeutende Entwicklung im internationalen Recht im Jahre 2000 dar. Dieser Fall war ein Meilenstein im internationalen Kampf gegen die Straflosigkeit für breit angelegte Menschenrechtsverletzungen. Der Kern dieses Strafprozesses waren Aussagen von Augenzeugen.

Im Vorfeld des Gerichtsverfahrens wurden bereits während fünf Jahren Vorverhandlungen geführt. Am 9. November 2000 wurde nach sechswöchiger Hauptverhandlung das Gerichtsverfahren schliesslich abgeschlossen: die Geschworenen in der haitischen Stadt Gonaïves verurteilten sechzehn ehemalige Mitglieder des Militärs und der paramilitärischen Streitkräfte wegen ihrer Teilnahme am Massaker von Raboteau im April 1994. Zwölf von ihnen wurden wegen vorsätzlicher Tötung zu lebenslanger Gefängnisstrafe verurteilt. Die anderen vier erhielten Gefängnisstrafen von vier bis zu neun Jahren. Eine Woche später verurteilte der Richter 37 weitere Angeklagte in absentia, darunter befand sich auch das ganze militärische Oberkommando und die Führer der paramilitärischen Streitkräfte FRAPH (Front Révolutionnaire pour l’Avancement et le Progrès d’Haïti). Die Angeklagten in absentia wurden alle zu lebenslanger Zwangsarbeit verurteilt, wobei ihnen aber bei ihrer Rückkehr nach Haiti das Recht auf ein neues Verfahren eingeräumt wurde. Der Prozess stützte sich auf Theorien über die Verantwortung und Mitschuld der Mitglieder der Kommandogewalt.

Der Raboteau Fall stellt einen einschneidenden Unterbruch in einer langen Tradition der Straflosigkeit in Haiti dar. Er war der schwierigste Fall in der Geschichte Haitis und die erste umfassende Strafverfolgung von Befehlshabern für begangene Menschenrechtsverletzungen überhaupt.

Am 3. Mai 2005 wurden die Gerichtsurteile von mindestens 15 Angeklagten des Raboteau Prozesses auf einen Schlag durch den Höheren Gerichtshof von Haiti kassiert. Die Nichtigkeitserklärung der Urteile selber schien aber nur auf jene Fälle angewendet zu werden, die im Geschworenenprozess verurteilt worden waren und nicht andere Angeklagte in absentia, die im Exil leben, wie z.B. der Führer der paramilitärischen Streitkräfte Emmanuel Constant, und die drei obersten Führer der Militärdiktatur, Raoul Cédras, Philippe Biamby and Joseph Michel François.
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 Nationalität :
 Haiti
 Geburtsdatum :
 27.12.1956
  Alias :
  Toto
  Letztes mal Gesehen :
  Queens, New York
  Zeitspanne der Fakten :
 09.1991 - 09.1994
  Urteilperiode :
  10.2000 - 16.11.2000
  Kategorien :
  Folter
Verbrechen gegen die Menschlichkeit
  Letzte Änderung des Profils :
  26.05.2008
 
icl
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